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Trotz Abgasskandals Deutsche kaufen mehr Autos von VW

Der befürchtete Einbruch bleibt aus: Während in anderen Ländern der Absatz von VW-Neuwagen deutlich einbrach, wurden in Deutschland sogar mehr Volkswagen verkauft als vor einem Jahr.

Volkswagen hat einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr in Deutschland mehr Neuwagen verkauft als 2014 – und dies trotz des im September bekannt gewordenen Abgasskandals. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) berichtete, verkaufte der Konzern im gesamten Jahr 685.669 VW-Neuwagen und damit 4,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Der befürchtete starke Einbruch in den Monaten nach Bekanntwerden des Skandals blieb demnach aus. Im Oktober setzte die Marke VW zwar bundesweit 0,7 Prozent weniger Neuwagen ab als im Vorjahresmonat; im November waren es zwei Prozent weniger. Im Dezember stieg der Absatz dem "Bild"-Bericht zufolge aber wieder an – um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

In anderen Ländern brach der Absatz dagegen deutlich ein: Im Dezember wurden in Frankreich beispielsweise 8,9 Prozent weniger Fahrzeuge aller VW-Konzernmarken zugelassen als im Vorjahresmonat. Bei der Marke Volkswagen betrug das Minus sogar 15,2 Prozent. Dabei legte der Automarkt in Frankreich zum Jahresende insgesamt stark zu: Die Zahl der Neuzulassungen stieg im Dezember um 12,5 Prozent.

Im Jahr 2015 sank der US-Absatz um knapp 4,8 Prozent

In den USA, wo der Skandal um manipulierte Stickoxidwerte seinen Anfang nahm, sackten die Verkaufszahlen im Dezember noch deutlicher ab. Der Absatz der Kernmarke VW sank dort im Jahresvergleich um 9,1 Prozent auf 30.956 Autos – obwohl der Dezember zwei Verkaufstage mehr hatte als ein Jahr zuvor.

Nach dem Bekanntwerden des Skandals war für Dieselmodelle von VW in den USA ein Verkaufsstopp verhängt worden. Im Gesamtjahr schrumpfte der US-Absatz um knapp 4,8 Prozent auf 349.440 Autos. Vom Kassenschlager Jetta Sedan brachte VW sogar 9,1 Prozent weniger Modelle an die Kunden.

Volkswagen hatte im September zugeben müssen, bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen weltweit eine Software eingesetzt zu haben, die im Testbetrieb den Stickoxid-Ausstoß zu niedrig auswies. Aufgedeckt hatte den Einsatz die amerikanische Umweltbehörde EPA. Inzwischen haben die USA eine Zivilklage gegen Volkswagen eingereicht. EPA und das amerikanische Justizministerium werfen VW den Einsatz von Betrugssoftware und Verstöße gegen das Klimaschutzgesetz vor.

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