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Service und Marken Bei Aldi gibt es künftig auch Toiletten

Aldi Süd plant im Kampf um Kunden neue, ungewohnte Services. Dazu will der Discounter seine Filialen mit einem stillen Örtchen ausstatten. Zudem sollen die Öffnungszeiten verlängert werden.

Einst galt, dass bei Aldi nur drei Dinge zählen: erstens der Preis, zweitens der Preis und drittens der Preis. Doch das Ringen mit dem Discount-Rivalen Lidl und den mächtigen Supermarktketten Edeka und Rewe zwingt Deutschlands Discount-Klassiker immer mehr zur Aufweichung seiner Dogmen.

Der nächste Schritt ist ein für Discounter ungewohnter Service. "In Zukunft werden wir in allen neu gebauten Aldi-Süd-Filialen Kunden-WCs anbieten", sagte eine Unternehmenssprecherin der Zeitschrift "Wirtschaftswoche". Zudem würden die Öffnungszeiten nach und nach verlängert.

Auch Kaffee- und Rezeptautomaten soll es geben

Doch das Management hat noch weitere Dienstleistungen im Blick. Testfeld ist offenbar ein sogenannter Konzeptmarkt nahe München, der den Kunden ein neues Einkaufserlebnis vermittelt. Dort sind nach Angaben der Sprecherin Kaffee- und Rezeptautomaten sowie elektronische Werbedisplays im Einsatz.

Statt des Geräuschs der Kistenumpacker an den Regalen säuselt Hintergrundmusik. Auch das Ladendesign wurde umgestaltet. "Einige Elemente werden wir in Zukunft auch in anderen Filialen übernehmen, sofern sie von unseren Kunden angenommen werden", so Aldi Süd gegenüber der "Wirtschaftswoche".

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Das Discount-Konzept scheint in Deutschland in die Jahre gekommen. So wuchsen die Billigketten zuletzt nur noch halb so schnell wie die klassischen Supermärkte. Mit 40 Prozent Marktanteil könnten die Grenzen des Wachstums erreicht sein, glauben Marktkenner. Aldi hält sich jedoch wacker mit einem Mix aus Sortimentserweiterung und Service-Ausbau.

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So hat der Discounter im vergangenen Jahr erstmals zahlreiche Markenprodukte in die Regale gestellt. Seither sind in den Läden neben den Eigenmarken auch klassische Markenartikel wie Nivea, Coca-Cola oder Nutella zu finden – wie schon immer bei Lidl.

Umsatz legte zuletzt deutlich zu

Offenbar wirkt die Offensive. Nach früheren Berichten dürfte Aldi Süd im vergangenen Jahr in Deutschland den Umsatz um 1,3 Prozent auf rund 15,7 Milliarden Euro gesteigert haben, während Aldi Nord einen Zuwachs um 1,7 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro erwartet. Offen ist, wie sich die neue Strategie auf den Ertrag auswirkt. Aldi sagt dazu traditionell nichts. Das abnehmende Gewicht der margenstarken Eigenmarken und der zunehmende Anteil kostenintensiver Services könnten die Gewinne drücken.

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Das gilt auch für die längere Ladenöffnung. Zuletzt hatte Aldi-Süd testweise die Öffnungszeiten von 368 seiner 1850 Läden in Deutschland um eine Stunde verlängert. In diesem Frühjahr sollen laut Wirtschaftswoche weitere rund 95 Filialen folgen. Bei der Schwestergesellschaft Aldi Nord haben seit November mehr als 340 der 2400 deutschen Filialen bis 21 oder teils bis 22 Uhr geöffnet.

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