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Globale Arbeitslosigkeit steigt UN-Organisation warnt vor sozialen Unruhen

In Deutschland ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannt, aus internationaler Sicht ist das eher eine Ausnahme. Die Internationale Arbeitsorganisation warnt sogar vor der Gefahr sozialer Unruhen.

Wachstum im Westen, Rückgang in den Schwellenländern: Trotz des starken wirtschaftlichen Wachstums in westlichen Industriestaaten wie Deutschland nimmt die globale Arbeitslosigkeit nach UN-Angaben weiter zu. Laut dem jüngsten Trendbericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) stieg die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Jahr auf 197,1 Millionen Menschen – nahezu eine Million mehr als im Vorjahr. Das seien zudem 27 Millionen Arbeitslose mehr als vor der 2007 ausgebrochenen Finanzkrise, heißt es in dem "Bericht über globale Beschäftigung und gesellschaftliche Entwicklung", den die UN-Sonderorganisation am Dienstag vorlegte.

Die aktuellen Schwächen der Weltwirtschaft und die Verlangsamung des Wachstums könnten "in einigen Fällen soziale Unruhen auslösen", warnt die ILO in ihrem Bericht, den sie am Vorabend des Beginns der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) veröffentlichte. Zu dem Treffen vom 20. bis 23. Januar kommen rund 2.500 Spitzenpolitiker und Topmanager sowie Wissenschaftler aus mehr als 100 Ländern im Schweizer Alpenkurort Davos zusammen. 

Vor allem Lateinamerika und mehrere asiatische Länder kämpfen mit dem zunehmenden Verlust von Arbeitsplätzen. Besonders betroffen sei laut dem ILO-Bericht China. Auch in einer Reihe von erdölexportierenden arabischen Ländern habe sich die Beschäftigungslage verschlechtert. "Die anhaltende konjunkturelle Abkühlung ist die Folge einer Schwäche in den Schwellen- und Entwicklungsländern", erklären die ILO-Experten. "China ist mit einem ausgeprägten Abschwung konfrontiert, der im Zusammenspiel mit Angebots- und anderen Faktoren einen starken Rückgang der Rohstoffpreise ausgelöst hat, insbesondere im Energiesektor."

Die Weltwirtschaft sei 2015 zwar um 3,1 Prozent gewachsen. Dies sei jedoch ein halber Prozentpunkt weniger, als ein Jahr zuvor prognostiziert worden sei. Ohne neue Impulse durch die Wirtschaftspolitik müsse eine fortgesetzte Abschwächung der Konjunktur befürchtet werden, warnt die ILO. 2016 werde die Weltwirtschaft voraussichtlich "nur etwa drei Prozent und damit deutlich langsamer als vor dem Ausbruch der weltweiten Krise wachsen". Herausragend positiv bewertet der ILO-Bericht hingegen die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Dort sei die Arbeitslosigkeit bei stabilem Wachstum weiter gefallen "und die Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter ist auf einen neuen Höchststand gestiegen".

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