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Wirtschaft Nahrungsmittelpreise steigen seit Jahren stärker als die Inflation

Die Nahrungsmittelpreise in Deutschland legen seit Jahren stärker zu als die Verbraucherpreise insgesamt.

Mit plus 12,4 Prozent seit 2010 liegt der Anstieg deutlich über dem allgemeinen Anstieg der Teuerung in diesem Zeitraum (plus 6,9 Prozent), wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch anlässlich der Berliner Landwirtschaftsausstellung "Grüne Woche" (15.-24.1.) mitteilte.

Im vergangenen Jahr setzte sich der Trend fort, wie die Wiesbadener Behörde bereits bekanntgegeben hatte: Nahrungsmittel waren 2015 um 0,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Insgesamt erhöhten sich die Verbraucherpreise nur um 0,3 Prozent. Damit war die Teuerungsrate so niedrig wie im Jahr der Wirtschaftskrise 2009. Hauptgrund für den schwachen Preisauftrieb war der Absturz der Ölpreise.

Die stärksten Preiserhöhungen bei Nahrungsmitteln gab es im vergangenen Jahr zum Vorjahr bei Gemüse (plus 5,3 Prozent) und Obst (plus 5,0 Prozent). Teurer wurden auch Schokolade (plus 11,2 Prozent) und Honig (plus 7,0 Prozent). Für Fisch (plus 2,0 Prozent) und Brot (plus 1,5 Prozent) mussten Verbraucher ebenfalls mehr bezahlen. Die Butter auf dem Brot verbilligte sich indes erheblich (minus 8,7 Prozent). Erheblich günstiger waren im Jahresdurchschnitt auch Milch, Käse, Quark und Eier (insgesamt minus 4,3 Prozent).

Statistisches Bundesamt zu Inflation

Statistisches Bundesamt zur Berechnung des Verbrauchpreisindex

Preis-Kaleidoskop Bundesamt

Bundesamt-Video zur Berechnung der Verbraucherpreise

EZB-Lernspiel zu Inflation und Deflation

Bundesamt zu Verbraucherpreisen 2015 endgültige Zahlen

Grüne Woche

Bundesamt zu Nahrungsmittelpreisen 2015

Preismonitor Statistisches Bundesamt

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