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Nach VW-Abgasskandal Daimler-Chef Zetsche für bessere Abgasprüfungen

Trotz VW-Affäre verkauft Daimler nicht weniger Diesel-Autos in den USA als vorher. Die Schwäche des Konkurrenten gibt den eigenen Plänen Vorschub. Daimler-Chef Zetsche greift nach den Sternen.

Die Abgasnachprüfungen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) als Folge der VW-Dieselgate-Affäre haben nach Angaben von Daimler-Chef Dieter Zetsche keine auffälligen Werte bei Fahrzeugen der Marken Mercedes oder Smart ergeben. Zugleich sprach sich der Vorstandschef für realitätsnähere Abgastests bei Autos aus.

"Die Vertreter des KBA waren zwei Tage bei uns und es wurden Autos getestet. Dabei sind nach meiner Kenntnis keine auffälligen Abgaswerte gemessen worden", sagte Zetsche der "Welt am Sonntag".

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"Bei uns wird nicht betrogen, bei uns wurden keine Abgaswerte manipuliert", so Zetsche. "Und die Botschaft kommt an: Es gibt als Folge von ,Dieselgate' keinen Absatzrückgang bei unseren Diesel-Fahrzeugen in den USA. Was uns stärker beschäftigt, sind die niedrigen Treibstoffpreise."

Künftig soll extremer getestet werden

Zetsche warnte davor, nun auf Prüfständen ermittelte Abgaswerte generell in Frage zu stellen. "Das ist keine Lösung. Es stimmt, dass Messungen auf Rollenprüfständen nur einen Ausschnitt dessen abbilden, was man mit einem Auto alles anstellen kann."

Tests könnten nie die gesamte Wirklichkeit abbilden. "Richtig ist allerdings, dass wir bei Messungen künftig auch Situationen berücksichtigen sollten, in denen ein Auto extremer als bei den bisherigen Vorgaben beansprucht wird", sagte Zetsche.

Der Daimler-Chef erwartet für das laufende Jahr weltweit eine weiter steigende Nachfrage nach Pkw, wobei Mercedes und Smart besonders profitieren würden. "Weltweit wird der Automobilmarkt nach unseren Prognosen um rund drei Prozent wachsen. Und weil wir starke Autos und neue Modelle wie die aktuelle E-Klasse haben, traue ich Mercedes erneut ein deutliches Wachstum zu", prognostizierte der Daimler-Chef.

Daimler will Premiumhersteller werden

"Auch der US-Markt wird zulegen. Allerdings ist der schon auf ziemlich hohem Niveau. Daher halte ich dort ein Absatzplus für die Automobilbranche von einem bis 1,5 Prozent für realistisch."

Nach knapp zwei Millionen verkauften Mercedes und Smart 2015 peilt Zetsche nun die Nummer eins unter den Premiumherstellern an: "Wir haben Audi deutlich überholt und den Abstand zu BMW beim Absatz massiv verkürzt. All das ist keine Versicherung, dass dieser Run so weitergeht. Aber die Wahrscheinlichkeit, mit Mercedes-Benz 2020 größter und erfolgreichster Premiumanbieter zu werden, ist heute viel größer, als vor vier oder fünf Jahren."

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