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Super-Küchenmaschine Vorwerk macht den Thermomix noch teurer

Der Thermomix war schon immer der "Mercedes" unter den Küchenmaschinen. Jetzt dreht Hersteller Vorwerk kräftig an der Preisschraube. Ein riskanter Zug.

Keine Küchenmaschine polarisiert so wie er. Ob der Thermomix das Leben in der Küche erst lebenswert macht oder ob der Koch sich mit so einem Apparat selbst entwürdigt, darüber wird seit Jahren leidenschaftlich diskutiert. Gemäßigte Positionen werden kaum vertreten. Nur mit einem Argument konnten Thermomix-Kritiker auch die eingefleischten Fans des selbstrührenden Kochtopfs durchaus empfindlich treffen: mit einem Hinweis auf den happigen Preis der Maschine.

Und ausgerechnet dieser Preis steigt nun noch weiter. 1109 Euro kostete der Thermomix bisher. Das gilt nur noch zwei Monate: Ab 4. April steigt der Preis auf 1199 Euro, wie der Hersteller Vorwerk auf seiner Website mitteilt. Das bedeutet eine Preiserhöhung um satte acht Prozent – bei einer Küchenmaschine, die schon bisher alles andere als ein Schnäppchen war.

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Ganz überraschend kommt der Aufschlag freilich nicht. Das aktuelle Modell TM5 mit Touchscreen und "Guided cooking"-Funktion ist seit Herbst 2014 auf dem Markt und wird seither durchgehend zum Einführungspreis angeboten. Deshalb war schon lange darüber spekuliert worden, wann Vorwerk an der Preisschraube drehen würde.

Vertriebsmodell macht Sonderangebote unmöglich

Der Hersteller hat in diesem Fall die alleinige Hoheit über den Preis. Denn der Thermomix wird in keinem Geschäft und keinem Online-Shop angeboten, sondern ausschließlich über ein Netz sogenannter Repräsentantinnen verkauft, bevorzugt über Kochabende, die an die klassischen Tupperpartys erinnern.

Dieser Vertretervertrieb sichert Vorwerk die volle Preiskontrolle. Es gibt keine zwischengeschalteten Händler, die die Maschine als Sonderangebot verramschen oder Druck auf die Einkaufspreise ausüben könnten. Der Nachfrage tut dieses auf den ersten Blick umständliche Vertriebsmodell offenbar keinen Abbruch: Laut Vorwerk-Website beträgt die Lieferzeit für einen neuen Thermomix derzeit neun Wochen.

Dabei gibt es inzwischen durchaus Nachahmer-Produkte, die dem Thermomix mehr oder weniger ähnlich sind. Fans des Originals verweisen zwar gerne auf fehlende Funktionen wie den Linkslauf des Mixmessers, der es ermöglicht, das Gericht im Topf zu rühren, ohne es weiter zu zerkleinern. Doch dafür sind die Alternativen eben auch oft mehrere Hundert Euro billiger zu haben, Discounterware gibt es teilweise schon um 200 Euro.

Wem der Preis nicht völlig egal ist, der hat ab 4. April ein noch stärkeres Argument gegen den Thermomix.

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