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Rechtsradikaler Genosse? Empörung über Sarrazins "Kopftuchmädchen"

Thilo Sarrazin (SPD) polarisiert. Aber mit seiner letzten Äußerung um "kleine Kopftuchmädchen" ist er zu weit gegangen. Die Polizei prüft nun, ob ein volksverhetzendes Verhalten vorliegt.

Mehr als nur "skandalös": Der Grünen-Politiker Gerhard Schick und die Gewerkschaft ver.di haben die abfälligen Äußerungen von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin über Arme und Ausländer in Berlin kritisiert. Schick sagte der "Frankfurter Rundschau": "Diese Äußerungen finde ich widerlich."

Sarrazin habe mit seinem Interview in der Zeitschrift "Lettre International" dem Ansehen der Bundesbank geschadet und klar gegen den Verhaltenskodex verstoßen. Der im ver.di-Vorstand für den Finanzsektor zuständige Gewerkschafter Uwe Foullong bezeichnete die Bemerkungen des früheren Berliner Finanzsenators Sarrazin als «skandalös» und "rechtsradikal". In der "FR" warf er Sarrazin vor, dem Ansehen der Bundesbank und den dort Beschäftigten zu schaden.

Sarrazin hatte unter anderem gesagt: "Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären, mit einem 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung." Weiter wurde er zitiert: "Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert."

Die Bundesbank hatte sich von Sarrazins Äußerungen distanziert. Das Vorstandsmitglied entschuldigte sich am Donnerstag öffentlich. Ihm sei es nicht darum gegangen, einzelne Volksgruppen zu diskreditieren. Die Polizei prüft, ob seine Äußerungen strafrechtlich relevant sind und Volksverhetzung vorliegen könnte.

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