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Konsumklima bleibt rosig Die Deutschen geben fleißig Geld aus

Trotz diverser internationaler Krisen bleiben die Deutschen in wirtschaftlicher Hinsicht optimistisch. Das Geld sitzt weiter locker, auch weil sich Sparen derzeit kaum lohnt.

Trotz wackliger Weltwirtschaft, heftiger Börsenturbulenzen und ungelöster Flüchtlingskrise bleibt die Kauflaune der Deutschen gut. Das Barometer für das Konsumklima verharrt im Februar bei 9,4 Punkten, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zu ihrer Umfrage unter 2000 Verbrauchern mitteilte. "Damit trotzt das Konsumklima den zuletzt gestiegenen Risiken", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Es stabilisiere sich "auf einem insgesamt betrachtet hohen Niveau". Ökonomen hatten einen Rückgang auf 9,3 Zähler erwartet.

Das Geld sitzt bei den Verbrauchern wieder etwas lockerer: Die Bereitschaft für teurere Anschaffungen – etwa Möbel oder Autos – zog an. "Die Konsumneigung bleibt ungebrochen", sagte Bürkl. Zum einen sorge die stabile Beschäftigung für Planungssicherheit bei größeren Ausgaben. Zum anderen eröffneten reale Einkommenszuwächse sowie sinkende Benzin- und Heizölpreise zusätzlichen finanziellen Spielraum. Wegen niedriger Zinsen sei es zudem unattraktiv, Geld zu sparen.

Konsum als wichtige Konjunkturstütze

Die Verbraucher schauen auch wieder zuversichtlicher auf die deutsche Konjunktur. "Die überaus gute Arbeitsmarktlage mit steigender Beschäftigung ist eine wesentliche Ursache dafür", betonte Bürkl. Auch die Einkommenserwartungen bleiben hoch: Zwar fiel dieses Teilbarometer leicht, liegt aber über dem Vorjahreswert. 

Die meisten Experten sehen den privaten Konsum in diesem Jahr wieder als Konjunkturlokomotive. Die Exporte leiden dagegen unter der Schwäche großer Schwellenländer wie China, während die Unternehmen wegen ungewisser Aussichten auf diesen wichtigen Absatzmärkten zurückhaltend investieren.

Die Bundesregierung rechnet Koalitionskreisen zufolge in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum auf dem Vorjahresniveau von 1,7 Prozent. Details will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) heute bekanntgeben.

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