Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Nächstes VW-Modell wird umgerüstet So schnell geht das Anti-Schummel-Update

Derzeit werden die Pick-up-Trucks Amarok mit Dieselmotor von Volkswagen umgerüstet. Nun ist klar, wann das nächste Modell an der Reihe ist. Der Zeitaufwand soll minimal sein.

Der wegen des Abgasskandals gestartete Rückruf von insgesamt 2,4 Millionen Diesel-Autos des Volkswagen-Konzerns soll schrittweise Fahrt aufnehmen. "Das nächste Modell wird der Passat sein, der im März zum Rückruf kommt", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) beim Besuch eines VW-Händlers in Berlin. Begonnen hat die Großaktion mit dem Pick-up-Truck Amarok.

Dobrindt ließ sich zeigen, wie eine neue Motorsoftware aufgespielt wurde. Der Chef der Konzern-Kernmarke VW, Herbert Diess, sagte: "Wir sind zuversichtlich, dass wir im Laufe dieses Jahres alle Fahrzeuge abarbeiten." Für Kunden dauere das Umrüsten weniger als eine Stunde. Für Motoren mit 1,2 Liter und 2,0 Liter Hubraum soll dabei nur eine Software-Änderung nötig sein. Bei 1,6-Liter-Modellen soll zusätzlich ein Bauteil eingesetzt werden. Aus allen Wagen muss eine Software entfernt werden, die Abgaswerte manipuliert.

VW-Rückruf soll "sehr geschmeidig" über die Bühne gehen

Diess kündigte an, in den nächsten Wochen würden Zug um Zug alle betroffenen Kunden angeschrieben. Ziel sei, mit den technischen Lösungen keine Kompromisse beim Verbrauch und den Fahrleistungen einzugehen. Beim Amarok sei das gelungen. "Es ist natürlich auch das Ziel für alle weiteren Software-Updates, die wir in den nächsten Wochen und Monaten durchführen." Die Autohäuser seien gut vorbereitet, sodass die Aktion "sehr geschmeidig" abgearbeitet werden könne.

Dobrindt sagte, der Rückruf werde von der Untersuchungskommission begleitet, die bei seinem Ministerium zum Abgasskandal eingerichtet wurde. Die Zusammenarbeit mit VW funktioniere. Deutschland sei mit dem Rückruf wesentlich weiter als andere Länder, in denen teilweise noch über technische Lösungen diskutiert werde.

VW verkauft im Januar weniger Fahrzeuge

Die Folgen des Diesel-Skandals beim Absatz in Deutschland bekommt Volkswagen stärker zu spüren. Die Hauptmarke VW verkaufte im Januar auf ihrem Heimatmarkt rund 47.150 Fahrzeuge, fast neun Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie aus den neusten Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorging. Auch die zum Wolfsburger Konzern gehörenden Marken Seat und Skoda büßten ein. Dagegen legte die Oberklassetochter Audi beim Absatz mehr als ein Fünftel zu.

Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland zu Jahresbeginn um 3,3 Prozent auf rund 218.400 Fahrzeuge. Sie wuchsen damit etwas langsamer als zuletzt. Ein Grund war, dass die Autohäuser im Januar einen Tag weniger geöffnet hatten als im Vorjahr. Im Dezember waren die Neuzulassungen noch um fast acht Prozent gestiegen. Der Herstellerverband VDA zeigte sich dennoch zuversichtlich für die kommenden Monate. Verbandschef Matthias Wissmann verwies darauf, dass die Neuzulassungen zu Jahresbeginn so hoch gewesen seien wie seit acht Jahren nicht.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()
 
 
 
Mehr Artikel aus dem Ressort Wirtschaft
Ein Mitarbeiter eines Pressenherstellers prüft Exzenterräder. Foto: Marijan Murat/Illustration
Wieder in Schwung
Maschinenbauer machen im August wieder bessere Geschäfte
Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigt die Wertentwicklung der größten deutschen Unternehmen. Foto: Frank Rumpenhorst/Illustration
Börse in Frankfurt
DAX: Kurse im XETRA-Handel am 29.09.2016 um 13:05 Uhr
Ein Lieferroboter im Einsatz. Foto: Rolf Vennenbernd/Illustration
Testphase
Media-Markt startet Roboter-Test zur Warenlieferung
Der Offshore-Windpark Butendiek liegt etwa 30 Kilometer vor der Insel Sylt. Foto: Daniel Reinhardt
Netzausbau muss Schritt halten
Mehr als doppelt so viel Windstrom aus der Nordsee
Nun will auch die Commerzbank massiv Personal kürzen.
Commerzbank streicht 9600 Jobs
Jede fünfte Vollzeitstelle fällt weg
Der private Konsum stützt die deutsche Konjunktur. (Themenbild)
Deutsche kaufen ein
Konjunkturprognose für 2016 deutlich angehoben
Die Commerzbank plant angesichts der schweren Branchenkrise den Wegfall von rund 7300 Vollzeitstellen. Foto: Frank Rumpenhorst
Reaktion auf Zinstief
Commerzbank will Tausende Stellen streichen
Lässt sich der türkische Präsident überzeugen? Der Zeitpunkt sei günstig, um in die Geschäfte der Deutschen Bank einzusteigen.
Türkei erwägt Deutsche-Bank-Einstieg
"Würde es Sie nicht glücklich machen?"
Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 5,9 Prozent in Deutschland.
Bundesagentur für Arbeit
Arbeitslosigkeit fällt auf tiefsten Stand seit 25 Jahren
Credit Suisse - auch diese Bank war wegen des Verkaufs fauler Hypothekenpapiere ins Visier der US-Behörden geraten.
Schweizer Großbank will außergerichtliche Einigung
Credit Suisse verhandelt über Deal im US-Hypothekenstreit
Verbrennungsmotoren sind ein Auslaufmodell, finden die Grünen.
Vorstoß der Grünen
Ab 2030 sollen nur noch E-Autos zugelassen werden
Elektro-Volkswagen an einer Stromtankstelle. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv
Reichweite soll steigen
Autobauer feilen an nächster Generation von Elektroautos
Die Mitgliedstaaten der Opec liefern weltweit etwa ein Drittel des Rohöls und besitzen rund drei Viertel der bekannten Reserven.
Teure Richtungsänderung
Opec-Staaten beschließen die Öl-Drosselung
Ein Mitarbeiter einer Firma für Zeitarbeit wirbt um Fachkräfte. Foto: Christian Charisius/Archiv
Herbstbelebung
Arbeitslosenzahl sinkt im September
Geldfach einer Ladenkasse: Das Wirtschaftswachstum in Deutschland könnte noch stärker ausfallen als bisher erwartet. Foto: Jens Büttner/Archiv
Konsum stützt die Wirtschaft
Institute: Moderates Wirtschaftswachstum und mehr Jobs
Seit Mitte 2014 sind die Ölpreise auf dem Rohstoff-Weltmarkt in einem langjährigen Tief. Foto: Larry W. Smith/Archiv
Finanzmärkte überrascht
Opec-Staaten einigen sich auf Fördergrenze
Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigt die Wertentwicklung der größten deutschen Unternehmen. Foto: Frank Rumpenhorst/Illustration
Börse in Frankfurt
DAX: Schlusskurse im Späthandel am 28.09.2016 um 20:31 Uhr
Lufthansa will bis zu 40 Flieger samt Besatzungen der angeschlagenen Air Berlin für sechs Jahre anmieten.
Angeschlagene Fluggesellschaft
Air Berlin schrumpft drastisch
Maschinen von Air Berlin auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Foto: Kay Nietfeld/Archiv
Streichung von über 1000 Jobs
Air Berlin startet größten Umbau ihrer Geschichte
Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigt die Wertentwicklung der größten deutschen Unternehmen. Foto: Frank Rumpenhorst/Illustration
Börse in Frankfurt
DAX: Schlusskurse im XETRA-Handel am 28.09.2016 um 17:55 Uhr