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Neue Fünf-Euro-Münze Dieses Geldstück ist eine Weltneuheit

Das Finanzministerium hat ein Fünf-Euro-Geldstück vorgestellt. Eine solche Münze hat es hierzulande noch nie gegeben. Ihr Clou ist ein blau schimmernder Ring. Der Verkauf der Münze beginnt bald.

Der Bundesadler auf der Vorderseite ist nicht außergewöhnlich. Die stilisierte Weltkarte auf der Rückseite schon eher, aber auch so etwas hat man auf Geldstücken schon gesehen. Und dass diese hier die erste Fünf-Euro-Münze ist, die Deutschland überhaupt auf den Markt bringt, dürfte nur passionierte Sammler wirklich elektrisieren.

Aber dennoch ist die Münze, die Finanzstaatssekretär Michael Meister heute auf der World Money Fair in Berlin vorstellte, eine echte Weltneuheit, die auch außerhalb der Fachkreise für Aufsehen sorgt. Und das schon auf den ersten Blick. Denn die Sammlermünze mit dem Namen "Planet Erde" leuchtet nicht silbern, nicht golden – sondern blau.

Der blaue Schimmer kommt von einem Kunststoffring, der den Kern der Münze umgibt. Er besteht aus Polymer, einem Spezialkunststoff. In den lichtdurchlässigen Ring sind kleine Kristalle eingearbeitet, die für das blaue Funkeln sorgen.

Bilderserie: Das ist die Fünf-Euro-Münze mit blauem Ring

Der an der Technikhochschule RWTH Aachen entwickelte Kunststoff soll sich wie Metall prägen lassen. Die Münze ist das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeiten – schließlich muss der Polymerring auch untrennbar mit dem Rest der Münze aus Kupfer und Nickel verbunden werden.

Nicht nur hübscher, sondern auch sicherer

Technisch gesehen könnte die Münze in jeder beliebigen Farbe schimmern. Das Blau soll zum Motiv passen: Da es auf der Sammlermünze gewissermaßen die Weltkugel umringt, symbolisiert die Farbe die Erdatmosphäre. Die Münze hat einen Durchmesser von 27,25 Millimeter, ist also 1,5 Millimeter größer als ein normales Zwei-Euro-Stück.

Verkauft wird die Münze ab dem 14. April zum Stückpreis von 15,55 Euro. Die bundeseigene Verkaufsstelle für Sammlermünzen hofft, mit dem innovativen Design auch neue Zielgruppen anzusprechen. Das heißt vor allem: auch jüngere Menschen. Denn bislang ist der typische Münzsammler nicht unbedingt ein Jungspund.

Aus dem farbigen Schimmer könnte allerdings noch mehr werden als ein nettes Schmuckstück für Sammleralben. Denn der Kunststoffring eröffnet der Münze neue technische Möglichkeiten. Sie kann dadurch nicht nur hübscher, sondern auch sicherer gegen Fälschungen werden: In den Kunststoffring könnten Sicherheitsmerkmale integriert werden, wie man sie auch von Banknoten kennt.

Münzstätten hoffen auf einen Exportschlager

So könnte die Polymermünze am Ende einen Milliardenmarkt eröffnen. Die Erfinder hoffen darauf, dass die Fünf-Euro-Scheine in Europa irgendwann durch eine Münze ersetzt werden. Sie soll sich billiger herstellen lassen als die bisherige Banknote, außerdem hält sie länger, was gerade bei kleinen Scheinen, die ständig im Umlauf und deshalb schnell verschlissen sind, ein durchaus gewichtiges Argument ist.

Sollte hier eine Münze zum Einsatz kommen, wäre der Bedarf gewaltig: In Europa zirkulieren heute fast 1,8 Milliarden Fünf-Euro-Scheine. Und das müsste noch nicht das Ende sein: Auch andere Währungsräume könnten sich dann für die innovative Münze interessieren. Die deutschen Münzstätten hoffen daher auf einen Exportschlager.

Die Einführung der Münze "Planet Erde" ist damit ein Highlight für Sammler – und gleichzeitig eine Art Auftakt zum ersten Praxistest für die neue Münztechnik.

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