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Deutscher Aktienindex schwächelt Dax rutscht unter Schmerzgrenze von 9000 Punkte

Der Deutsche Aktienindex hat seine Talfahrt an der Börse in Frankfurt am Main fortgesetzt. Zum ersten Mal seit anderthalb Jahren fiel er wieder unter die Marke von 9000 Punkten.

Die Sorge um die weltweite Konjunktur hat den Deutschen Aktienindex (Dax) erstmals seit Oktober 2014 wieder unter die wichtige Marke von 9000 Punkten getrieben. Am Rosenmontag notierte der Leitindex zeitweise bei 8975 Punkten. Auch andere europäische Börsen verloren deutlich - am härtesten traf es den Handelsplatz in Athen.

Der Dax ging mit 8979 Punkten aus dem Handel - einem Minus von 3,3 Prozent im Vergleich am Freitag. Besonders deutlich ging es für die Banken nach unten: Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank verloren 9,5 Prozent. Der Autohersteller VW büßte fünf Prozent ein, BMW 4,3 Prozent.

An anderen europäischen Handelsplätzen sah es ähnlich aus: Die Börse in Paris ging mit einem Minus von 3,2 Prozent aus dem Handel, die Börse in London mit minus 2,7 Prozent. Auch die Börsen in Madrid und Lissabon gaben um mehr als drei Prozent nach, die Börse in Mailand schloss mit 4,7 Prozent im Minus.

Griechische Börse auf niedrigstem Stand seit 2012 

Am stärksten betroffen waren die Aktienkurse in Athen. Der griechische Leitindex verlor zwischenzeitig 8,6 Prozent und schloss mit knapp 7,9 Prozent im Minus bei 464 Punkten - dem tiefsten Stand seit einem Vierteljahrhundert, wie griechische Finanzmedien berichteten. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Index um knapp 8,9 Prozent nachgegeben. Der Banken-Index verlor am Montag 24 Prozent.

In der griechischen Hauptstadt gesellte sich zu den allgemeinen Konjunktursorgen die Unsicherheit über die Rentenpolitik der griechischen Linksregierung von Alexis Tsipras. Sie ringt mit den Gläubigern um die Umsetzung der Rentenreform, um die Freigabe einer weiteren Kredittranche zu erreichen.

Nach einwöchigen, aber ergebnislosen Verhandlungen hatten die Vertreter von Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds Athen am Freitag wieder verlassen.

Commerzbank: Börsen übertreiben 

Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, sagte dem Berliner "Tagesspiegel", "die Märkte und einige Beobachter" neigten "zur Zeit zur Übertreibung". Das Auf und Ab beim Ölpreis verunsichere zwar, mittelfristig schaffe ein niedriger Ölpreis aber Kaufkraft für den privaten Konsum.

Selbst China sei keine Gefahr für die Weltwirtschaft, sagte Krämer. Zwar stehe China "zweifellos vor wirtschaftlich schweren Jahren". Eine Rezession sehe er aber nicht, weil die staatlichen Banken die hochverschuldeten staatlichen Unternehmen "über Wasser halten werden". Für den Dax heiße dies, dass es durchaus wieder aufwärts gehen könne.

Der Dax hatte bereits in der vergangenen Woche um mehr als fünf Prozent nachgegeben. Anfang des Jahres hatte er noch deutlich über 10.000 Punkten gelegen - Anfang Dezember 2015 sogar noch über der 11.000-Punkte-Marke.

Wirtschaftsgigant China hat sein Turbo-Wachstum eingebüßt

Ursächlich für den Absturz am Montag waren neben den weiterhin schwelenden Sorgen über die chinesische Wirtschaft auch Bedenken, dass die US-Konjunktur an Schwung verliert. Bereits am Freitag hatten neue Daten vom US-Arbeitsmarkt die Anleger an der Wall Street verunsichert. Auch die weiterhin sinkenden Ölpreise verunsicherten die Anleger.Die Furcht vor einer globalen Konjunkturschwäche und der erneute Ölpreis-Verfall setzen den europäischen Börsen zu. Der Dax verlor am Montag bis zu 3,3 Prozent und notierte mit 8975 Punkten erstmals seit Oktober 2014 wieder unter der psychologisch wichtigen Marke von 9000 Zählern. Der EuroStoxx50 fiel um bis zu 3,2 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 2787 Stellen.

Wieder schwindende Hoffnungen auf eine baldige Drosselung der weltweiten Fördermengen drückten den Preis für ein Barrel der richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,4 Prozent auf 33,21 Dollar je Fass. Das US-Leichtöl WTI notierte mit 29,83 Dollar je Barrel 3,4 Prozent schwächer. Der europäische Banken-Index rutschte wegen der Furcht der Anleger vor einer Pleitewelle in der Branche um bis zu 4,1 Prozent ab.

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