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Nikkei im freien Fall Tokios Börse bricht dramatisch ein

Die Börse in Tokio ist weiter auf Talfahrt. Der Nikkei fiel erstmals seit Oktober 2014 auf unter 15.000 Punkte. Auch die Stimmung an der Wall Street bleibt schlecht.

Die Börse in Tokio ist erneut eingebrochen. Investoren scheuten risikoreiche Anlagen und steckten ihr Geld lieber in sichere Häfen wie dem Yen oder Gold. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel 5,3 Prozent tiefer auf 14.875 Punkte. Damit lag der Index das erste Mal seit Oktober 2014 wieder unter der Marke von 15.000 Zählern. Bislang hat der Nikkei allein in dieser Woche zwölf Prozent an Wert verloren und könnte den höchsten Wochenverlust seit Oktober 2008 verzeichnen. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 5,6 Prozent und lag bei 1195 Punkten.

In China waren die meisten Börsen wegen des Neujahrsfestes weiter geschlossen. Dort soll am Montag wieder gehandelt werden. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,6 Prozent.

In Tokio gerieten vor allem Exportwerte unter Druck. Anleger fürchten, dass die Gewinne wegen des starken Yen geringer ausfallen könnten als erhofft. Die Aktien der Autobauer Toyota und Honda lagen 6,5 beziehungsweise fünf Prozent im Minus.

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Am Devisenmarkt gab der Dollar zur japanischen Währung auf 112,4 Yen nach. Ein Euro war für 1,1307 Dollar zu haben. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,1011 und zum Dollar mit 0,9743.

Auch Abwärtsspirale in New York setzt sich fort

Auch die Stimmung an der Wall Street bleibt schlecht. Nach einem halbherzigen Stabilisierungsversuch zur Wochenmitte purzelten die Kurse am Donnerstag wieder. Die nach einem Pressebericht abermals aufgekeimte Hoffnung auf eine mögliche Öl-Förderkürzung durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) half lediglich, die Kursverluste etwas einzudämmen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial schloss 1,60 Prozent tiefer bei 15 660,18 Punkten.

Der marktbreite S&P 500 rutschte um 1,23 Prozent auf 1829,08 Zähler ab. Im Verlauf war das Börsenbarometer sogar auf den tiefsten Stand seit 2014 gefallen. Besser hielten sich Technologiewerte: Der Auswahlindex Nasdaq 100 büßte am Ende 0,10 Prozent auf 3962,224 Zähler ein.

Die Ölpreise fielen erneut, was die Ängste der Börsianer vor einer sich weiter drehenden wirtschaftlichen Abwärtsspirale vergrößerte. Bereits an den Börsen Europas war es deutlich nach unten gegangen. Ganz oben auf den Verkaufszetteln hatten dabei Aktien von Banken gestanden.

Vor allem die schon seit einiger Zeit überdurchschnittlich schwachen Bankaktien führten die aktuelle Abwärtswelle an, schrieb Analyst Manfred Bucher von der BayernLB in einer aktuellen Studie. Derzeit lieferten weder Konjunkturdaten noch die Unternehmensgewinne einen ausreichenden Katalysator für eine Aktienmarkterholung. Entscheidend für eine Stabilisierung und Erholung werde letztlich sein, ob sich die globalen Rezessionsängste als übertrieben herausstellten.

Dax könnte sich etwas stabilisieren

Nach seinen zuletzt deutlichen Verlusten dürfte der Dax am Freitag laut Börsianern auf Erholungskurs gehen. Am Donnerstag hatte die Furcht vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft den Leitindex um knapp drei Prozent ins Minus gedrückt. Seit Wochenbeginn summieren sich die Kursverluste auf fast sechs Prozent.

Angesichts der weltweiten Konjunktursorgen blicken Börsianer zum Wochenschluss besonders aufmerksam auf die Zahlen zur Industrieproduktion und zum Wachstum in der Euro-Zone. In den USA stehen die Einzelhandelsumsätze im Mittelpunkt, da der private Konsum als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft gilt. Zudem stehen einige Unternehmenszahlen auf der Agenda, darunter die Ergebnisse der Commerzbank und ThyssenKrupp.

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