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Pannen beim Hauptstadtflughafen BER-Aufsichtsrat weist Vorwürfe von sich

BER-Aufsichtsrat Michael Zehden weist die Verantwortung für die Pannen am Hauptstadtflughafen von sich. "Wir wurden falsch informiert", sagt er.

Der Hotel-Unternehmer und scheidende BER-Aufsichtsrat Michael Zehden hat eine Verantwortung des Kontrollgremiums für Pannen beim Hauptstadtflughafen zurückgewiesen. Vor der kurzfristigen Verschiebung der Eröffnung im Mai 2012 sei weder von der Flughafen-Geschäftsführung noch von externen Experten oder Wirtschaftsprüfern "eine Ampel auf Rot gestellt" worden, sagte Zehden dem "Tagesspiegel".

"Der Aufsichtsrat konnte nicht davon ausgehen, dass so viel noch nicht fertiggestellt ist." Er wisse nicht, ob man das Betrug nenne. "Auf jeden Fall wurden wir falsch informiert", erklärte der Unternehmer.

Zehden will den Aufsichtsrat nach 14 Jahren verlassen. Sein Schritt habe nichts damit zu tun, dass der brandenburgische Rechnungshof die Kontrolle des Bauprojekts jüngst bemängelte, betonte er. Er habe keine Sorgen, sollte die Haftung des Gremiums erneut geprüft werden. "Denn ich habe mir nichts vorzuwerfen, weil ich nach bestem Wissen und Gewissen meine Aufgabe wahrgenommen habe."

Auch interessant: Staatsanwalt prüft mögliche Straftaten

Nach heutigen Erkenntnissen sei eine Eröffnung des Flughafens bis Ende 2017 zu schaffen. Die Staatsanwaltschaft Cottbus prüft, ob sich in dem Bericht Anhaltspunkte für Straftaten der Verantwortlichen finden.

"Wir werden prüfen, ob es Anhaltspunkte für eine Straftat gibt", sagte Oberstaatsanwalt Horst Nothbaum am Freitag. Dabei könne es um beteiligte Firmen, die Flughafengesellschaft, aber auch Aufsichtsratsmitglieder gehen. Ermittlungen gebe es aber noch nicht, betonte Nothbaum.

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