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Grenzkontrollen am Brennerpass  Wirtschaft warnt vor Folgen

Mögliche Grenzkontrollen am Brennerpass zwischen Österreich und der italienischen Autonomieregion Südtirol wegen der Flüchtlingskrise lösen bei Wirtschaftsvertretern Besorgnis aus.

Der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Es drohen gewaltige Staus." Den Brennerpass passieren jährlich etwa 40 Millionen Tonnen Waren und 10 Millionen Autos. Auch deutsche Urlauber müssten mit Einschränkungen rechnen. Das gelte besonders an den bayerischen Grenzübergängen aus Österreich.

Der Landeshauptmann (Ministerpräsident) des österreichischen Bundeslandes Tirol, Günther Platter, sagte, in den vergangenen Jahrzehnten seien die Regionen Tirol, Südtirol sowie Trentino wieder eng zusammengewachsen, nachdem sie als Folge des Ersten Weltkriegs getrennt worden waren. "Maßgeblich dafür war, dass die Grenzbalken gefallen sind. Ich würde es als eine mittlere Katastrophe bezeichnen, wenn hier Grenzen wieder eingezogen werden", sagte er.

Die Polizei in Österreich bereitet sich angesichts eines möglichen Ausweichens von Flüchtlingen auf neue Routen auch auf eine stärkere Sicherung der Grenze am Brenner vor. Seit einigen Tagen liefen intensive Planungen für ein solches Grenzmanagement, sagte Landespolizeidirektor Helmut Tomac am Freitag in Innsbruck. "Die Entscheidung, wann dieses hochgefahren werden soll, liegt aber allein beim Innenministerium."

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