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Ökonomische Maßnahme Venezuela erhöht Benzinpreis um das 60-Fache

Die Wirtschaft Venezuelas ist in einer tiefen Rezession. Präsident Nicolás Maduro greift zu einer drastischen Maßnahme und erhöht den Benzinpreis - zum ersten Mal in 20 Jahren.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat eine Abwertung der einheimischen Währung und die erste Erhöhung der Benzinpreise seit rund 20 Jahren bekanntgegeben. Benzin wird künftig knapp 60-mal so viel wie bisher kosten, gab Maduro am Mittwoch bekannt. Die Schritte sind ein verzweifelter Versuch, die stark vom Öl-Export abhängige Wirtschaft des südamerikanischen Landes vor dem Kollaps zu bewahren.

Trotz der Erhöhung bleibt der Sprit im Vergleich zu anderen Ländern überaus günstig: Der Preis für einen Liter Superbenzin beträgt nun sechs venezolanische Bolivar, nachdem er bislang 0,097 Bolivar gekostet hatte. Zum Vergleich: Ein Bier kostet rund 300 Bolivar, ein Korb Erdbeeren etwa 800. Umgerechnet nach dem gebräuchlichen Wechselkurs auf dem Schwarzmarkt liegt der neue Benzinpreis bei ein paar Euro-Cent.

Mit der Erhöhung sollen Sozialprogramme finanziert werden

Wie Maduro ankündigte, sollen die gesteigerten Einnahmen aus dem Benzingeschäft die Sozialprogramme der Regierung finanzieren. Er bitte die Bevölkerung, die Erhöhung zu unterstützen. Benzinpreiserhöhungen sind in Venezuela äußerst unbeliebt, zumal das Land als dasjenige mit dem billigsten Benzin der Welt gilt. 1989 kam es in der Hauptstadt Caracas zu Unruhen, nachdem eine Reihe von Sparmaßnahmen vorgeschlagen wurden – darunter auch ein Anheben der Benzinpreise.

Maduro teilte ebenfalls mit, dass der stärkste der offiziellen Wechselkurse des Landes, der für Grundgüter wie Essen und Medizin verwendet wird, von 6,30 auf 10 Bolivar pro US-Dollar geändert werde. Auf dem Schwarzmarkt entsprechen rund 1000 Bolivar einem Dollar.


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Die ökonomischen Maßnahmen erhebt Maduro zu einem Zeitpunkt, an dem er um sein politisches Überleben kämpft. Öl ist für 95 Prozent der Exporteinnahmen des Landes verantwortlich. Der weltweite Absturz der Öl-Preise hat die venezolanische Wirtschaft in eine tiefe Rezession gestürzt, die sich in dauerhafter Knappheit von Gütern und einer horrenden Inflation bemerkbar macht. Zum Nachteil Maduros hat zudem die Opposition im Januar die Kontrolle über die Nationalversammlung übernommen. Seitdem steht das Parlament auf Kollisionskurs zum Präsidenten.

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