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iPhone-Streit Apple-Chef will sich an Barack Obama wenden

Telefondaten von Attentätern hätte das US-Justizministerium gern: Apple soll deren Geräte knacken. Konzernchef Tim Cook glaubt, das wäre "schlecht für die USA" und hofft auf Hilfe von Barack Obama.

Apple will trotz des Drucks durch Bundespolizei und Justiz das iPhone des Angreifers von San Bernardino nicht entsperren. In einem Interview mit dem Sender "ABC News" verteidigte Apple-Chef Tim Cook die Entscheidung des Technologiekonzerns, die US-Behörden nicht bei der Entschlüsselung von iPhones zu unterstützen. Den Forderungen nachzugeben, wäre "schlecht für die USA". In dem Streit wolle er nun US-Präsident Barack Obama einschalten. Cook sei sogar bereit, den Fall vor dem obersten Bundesgericht auszutragen.

Mehr zum Thema: Bill Gates rät Tim Cook zur Aufgabe

Der Streit zwischen dem US-Justizministerium und Apple über die Entsperrung des iPhones hat mittlere größere Ausmaße als bislang bekannt. Aus Unterlagen von Behörden geht hervor, dass sich das Ministerium in den vergangenen vier Monaten bei Gerichten landesweit bei 15 Geräten um eine Umgehung von Schutzmechanismen bemüht hat. Bislang war nur bekannt, dass es sich mit Apple um das Handy eines der Angreifer von San Bernardino streitet.

"Gefährlicher Präzedenzfall" für das Unternehmen

In dem bislang bekannten Fall will das Justizministerium Apple per Gerichtsurteil zwingen lassen, das iPhone des Angreifers von San Bernardino für die Ermittler zu knacken. Apple wehrt sich dagegen und spricht von einem gefährlichen Präzedenzfall.

Bei dem Anschlag im Dezember hatten zwei Islamisten 14 Menschen erschossen, bevor sie selbst von der Polizei getötet wurden. Die Bundespolizei FBI untersucht derzeit, ob die Attentäter mit der Extremistenmiliz Islamischer Staat und anderen militanten Gruppen in Kontakt standen.

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