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RWE nach Kraftwerksunfall Konzern will 1,4 Milliarden Schadenersatz

Ein tödlicher Unfall hatte den Bau eines Kraftwerks deutlich verzögert. Wegen entgangener Gewinne und höherer Baukosten fordert RWE von einem Firmenkonsortium nun 1,4 Milliarden Euro Schadenersatz.

Der Zivilprozess beginnt heute am Landgericht Mönchengladbach. (Az.: 11 O 209/12). Das verklagte Bau-Konsortium um die Firmen Hitachi und Alstom verlangt im Gegenzug von RWE 290 Millionen Euro wegen ausstehender Ansprüche aus den Arbeiten. (Az.: 11 O 185/12) Im dritten Verfahren (11 O 148/09) will RWE feststellen lassen, dass dem Konsortium kein Geld mehr zusteht. Das Gericht hat zunächst Gütetermine angesetzt.

Beim Bau des Braunkohlekraftwerks in Grevenbroich am Niederrhein waren am 25. Oktober 2007 drei Arbeiter gestorben und sechs verletzt worden. Eine 450 Tonnen schwere Stahl-Konstruktion hatte sich in 100 Metern Höhe gelöst und war in die Tiefe gestürzt. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hatte die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingestellt.

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