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"Town-Hall-Meeting" mit Mark Zuckerberg Wie Angela Merkel Facebook verändert

In Berlin hat sich Mark Zuckerberg den Fragen der Facebook-Nutzer gestellt. Auch der Umgang mit Hasskommentaren war ein Thema. Dabei habe ihm Angela Merkel geholfen, so Zuckerberg.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist bei seinem jüngsten Deutschlandbesuch zum Berlin-Fan geworden: "Kein Ort fühlt sich für Gründer so inspirierend an wie Berlin", sagte Zuckerberg bei seinem Treffen mit Facebook-Nutzern am Freitag. "Berlin erfindet sich ständig neu – das passt zu unserem Motto: Zu einem Prozent fertig."

Der 31-jährige CEO beantwortete im Rahmen eines "Town-Hall-Meetings" Fragen von Studenten deutscher Universitäten, die diese zuvor auf Facebook gepostet hatten. Der Facebook-Chef stellt sich regelmäßig und in unterschiedlichen Regionen der Welt seinen Nutzern und antwortet auch auf private Fragen.

Flüchtlinge genießen besonderen Schutz

Die Nutzer hatten unter anderem für Fragen zu Fremdenhass auf Facebook gestimmt. Also ging Zuckerberg erstmals direkt auf das Problem der Hasskommentare gegen Flüchtlinge ein – und gestand ein, dass Facebooks Moderatoren in der Vergangenheit nicht entschieden genug gegen die Hetze vorgegangen sind.

"Ich denke nicht, dass wir einen ausreichend guten Job gemacht haben", sagte Zuckerberg und versprach Abhilfe: "200 Mitarbeiter arbeiten jetzt daran, den Behörden zu helfen." Er erklärte, dass erst ein Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel in New York im Herbst 2015 ihn davon überzeugt habe, dass Facebook sein Vorgehen gegen Hasskommentare ändern müsse.

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"Die deutsche Führungsrolle in der Flüchtlingskrise ist inspirierend! Es braucht viel Mut, den Menschen in Not ein neues Heim zu geben." Zuckerberg sagte, dass Flüchtlinge im deutschsprachigen Facebook-Netzwerk inzwischen besonderen Schutz genießen – dieser Schutz von Minderheiten solle weltweit stärker ausgebaut werden. "Wir haben da etwas von der deutschen Kultur gelernt."

Livestream-Funktion bald für alle

Zuckerberg kündigte zudem an, dass Facebook künftig allen Nutzern ermöglichen will, eigene Live-Videostreams im Netzwerk zu veröffentlichen: "Spannend am Live-Video ist, dass es so roh und ungeschönt ist – niemand kann sich darin verstellen."

Schon bisher konnten Prominente Live-Streams veröffentlichen – Zuckerberg selbst hatte die diversen Events seiner Berlin-Reise gestreamt. Nun soll die Funktion für alle Nutzer in Facebooks Android- und iOS-Smartphone-App freigeschaltet werden.

Zuckerberg antwortete auch zu privaten Fragen

Zuckerberg ging auch auf private Fragen ein: Er erzählte, dass er seinen Tagesablauf aktuell so umgeplant hat, dass er stets beim abendlichen Bad der Ende 2015 geborenen Tochter Max anwesend sein kann. "Es ist erstaunlich, wie sie mich bereits jetzt um ihren Finger gewickelt hat."

Auch auf Fragen zu anderen Internet-Unternehmen hatte Zuckerberg eine Antwort parat: Als ihn ein Nutzer fragte, was er an Stelle von Twitter-CEO Jack Dorsey tun würde, um das Unternehmen zu neuem Wachstum zu führen, zögerte er erst – und sagte dann augenzwinkernd: "Ich erkläre einfach, was wir bei Instagram gemacht haben: den Nutzern mehr Werkzeuge geben, um ihre Inhalte zu verbreiten. Das führt zu Wachstum."

Die Facebook-Tochter Instagram hatte vor wenigen Wochen erstmals Twitter im Nutzerwachstum übertroffen.

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