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Durch Flüchtlinge Nahles rechnet mit Anstieg der Arbeitslosigkeit

Die Bundesarbeitsministerin erwartet eine Zunahme der Zahl der Arbeitslosen wegen der starken Zuwanderung. Gleichzeitig rechnet die Bundesagentur für Arbeit mit 700.000 neuen Stellen.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) rechnet kurzfristig mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit durch die starke Zuwanderung. Mittelfristig sieht sie aber gute Chancen für die Integration von Flüchtlingen im Arbeitsmarkt.

Aktuell seien 460.000 erwerbsfähige Flüchtlinge registriert, sagte Nahles der "Passauer Neue Presse". In diesem Jahr kämen voraussichtlich weitere 200.000 Erwerbsfähige hinzu. "Gleichzeitig haben wir derzeit knapp eine Million offene Stellen. Das heißt: Wir können es schaffen, mit Hilfe der Flüchtlinge mittelfristig die Fachkräftelücke im Handwerk zu verkleinern."

Zudem befördert der Zustrom an Flüchtlingen offenbar den Stellenaufbau auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Das berichtet "Bild" mit Verweis auf die Bundesagentur für Arbeit. Im Jahr 2016 entstünden demnach 700.000 neue Stellen in Deutschland. "Hier spielt auch der gestiegene Arbeitskräftebedarf im Umfeld des Flüchtlingsmanagements eine Rolle", sagte Detlef Scheele, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), der Zeitung.

Nahles sprach sich gegen Ausnahmen vom Mindestlohn aus, wie sie etwa die CDU fordert. "Ich will, dass die Flüchtlinge zu Fachkräften von morgen werden und nicht zu Billigarbeitskräften von heute. Deshalb bin ich strikt dagegen, den Mindestlohn für Flüchtlinge auszusetzen."

Integration sei kein Selbstläufer, sondern müsse gesteuert werden. "Mit dem Integrationsgesetz wollen wir 100.000 Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge schaffen, die Sprachkurse massiv ausbauen, Bildung fördern und den Wohnungsbau stärken." Man müsse den Zuwanderern auch klar sagen, welche Rechte und Pflichten sie in Deutschland haben. "Wer dauerhaft hier bleiben möchte, muss sich anstrengen und versuchen, auf eigenen Beinen zu stehen."

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