Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Wirtschaft IG Metall bleibt bei Forderung nach 5 Prozent mehr Geld

Die IG Metall will 5 Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber halten das für "völlig unangemessen". Von Ende April an, könnte es Warnstreiks geben.

Die IG Metall zieht mit einer Forderung nach 5,0 Prozent mehr Geld in die anstehende Tarifrunde für die deutsche Metall- und Elektroindustrie. Das hat der Vorstand der größten deutschen Gewerkschaft endgültig beschlossen.

Zuvor hatten sich bereits die sieben Gewerkschaftsbezirke für diese Höhe ausgesprochen. Sie liegt unter dem Wert der vorhergehenden Runde (5,5 Prozent) und den parallelen Vorstellungen der IG Bau für das Bauhauptgewerbe (5,9 Prozent) und Verdi für den Öffentlichen Dienst (6,0 Prozent).

Für die "konjunkturelle Schwarzmalerei der Arbeitgeber" bestehe kein Anlass, erklärte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, in Frankfurt. "Die Ertragssituation ist auf einem ebenso hohen Niveau wie die Beschäftigung. Eine stabile Lohnentwicklung stärkt nachhaltig die Binnennachfrage und damit das Wachstum. Und sie sichert den Beschäftigten einen fairen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung."

Die Arbeitgeber gehen nach eigener Einschätzung kampfbereit in die Verhandlungen. "Die Streikfähigkeit der Arbeitgeber ist uneingeschränkt gegeben, ich würde das nicht unterschätzen", sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger und griff damit einen Gewerkschaftsbegriff auf.

Die von der IG Metall geforderte Tariferhöhung nannte er "völlig unangemessen". Der "Scheinaufschwung" in Deutschland beruhe auf schwachen Euro- und Ölkursen sowie niedrigen Zinsen. "Der Standort Deutschland steht auf der Kippe", warnte Dulger. Er forderte einen differenzierten Tarifabschluss, um schwächere Betriebe nicht zu überlasten.

Der aktuelle Tarifvertrag für die rund 3,8 Millionen Beschäftigten der deutschen Kernindustrie läuft Ende März aus, Warnstreiks sind vom 29. April an möglich. Die IG Metall will dabei auch gezielt Betriebe bestreiken, die bislang nicht unter den Tarifvertrag fallen.

WSI-Tarifarchiv mit Details der nahenden Runde

IG Metall zu Tarifrunden

Gesamtmetall zu Tarifrunden

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.
 
 
 
Mehr Artikel aus dem Ressort Wirtschaft
Das kräftigste Plus gab es im Internet- und Versandhandel. Foto: Oliver Berg/Archiv
Online boomt weiter
Starker August für Deutschlands Einzelhändler
Investieren will die Bank vor allem in Digitalisierung. Foto: Roman Pilipey
Konzernumbau
Commerzbank-Vorstand informiert über Details
Menschenleere Strände sind in der Türkei derzeit Normalität.
Tourismus-Krise
Jeder Dritte kehrt der Türkei den Rücken
Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigt die Wertentwicklung der größten deutschen Unternehmen. Foto: Frank Rumpenhorst/Illustration
Börse in Frankfurt
DAX: Schlusskurse im Späthandel am 29.09.2016 um 20:31 Uhr
Fußgänger in München. Die bayerische Landeshauptstadt hat im IW-Städteranking die Nase vorn.
"München ist außergewöhnlich"
Deutschlands beste und teuerste Großstadt
Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigt die Wertentwicklung der größten deutschen Unternehmen. Foto: Frank Rumpenhorst/Illustration
Börse in Frankfurt
DAX: Schlusskurse im XETRA-Handel am 29.09.2016 um 17:56 Uhr
Seit Jahrzehnten streitet Donald Trump mit «Forbes» um die Höhe seines Vermögens. Foto: Michael Reynolds
800 Millionen Dollar Schwund
Trump rutscht in "Forbes"-Reichenliste ab
Gegenüber August stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 0,1 Prozent. Foto: Marius Becker
Teuerungsrate bei 0,7 Prozent
Inflation zieht auf niedrigem Niveau an
Ein Mitarbeiter eines Pressenherstellers prüft Exzenterräder. Foto: Marijan Murat/Illustration
Wieder in Schwung
Maschinenbauer machen im August wieder bessere Geschäfte
Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigt die Wertentwicklung der größten deutschen Unternehmen. Foto: Frank Rumpenhorst/Illustration
Börse in Frankfurt
DAX: Kurse im XETRA-Handel am 29.09.2016 um 13:05 Uhr
Ein Lieferroboter im Einsatz. Foto: Rolf Vennenbernd/Illustration
15 Euro für Expresszustellung
Media-Markt testet Roboter zur Warenlieferung
Der Offshore-Windpark Butendiek liegt etwa 30 Kilometer vor der Insel Sylt. Foto: Daniel Reinhardt
Netzausbau muss Schritt halten
Mehr als doppelt so viel Windstrom aus der Nordsee
Nun will auch die Commerzbank massiv Personal kürzen.
Commerzbank streicht 9600 Jobs
Jede fünfte Vollzeitstelle fällt weg
Der private Konsum stützt die deutsche Konjunktur. (Themenbild)
Deutsche kaufen ein
Konjunkturprognose für 2016 deutlich angehoben
Die Commerzbank plant angesichts der schweren Branchenkrise den Wegfall von rund 7300 Vollzeitstellen. Foto: Frank Rumpenhorst
Reaktion auf Zinstief
Commerzbank will Tausende Stellen streichen
Lässt sich der türkische Präsident überzeugen? Der Zeitpunkt sei günstig, um in die Geschäfte der Deutschen Bank einzusteigen.
Türkei erwägt Deutsche-Bank-Einstieg
"Würde es Sie nicht glücklich machen?"
Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 5,9 Prozent in Deutschland.
Bundesagentur für Arbeit
Arbeitslosigkeit fällt auf tiefsten Stand seit 25 Jahren
Credit Suisse - auch diese Bank war wegen des Verkaufs fauler Hypothekenpapiere ins Visier der US-Behörden geraten.
Schweizer Großbank will außergerichtliche Einigung
Credit Suisse verhandelt über Deal im US-Hypothekenstreit
Verbrennungsmotoren sind ein Auslaufmodell, finden die Grünen.
Vorstoß der Grünen
Ab 2030 sollen nur noch E-Autos zugelassen werden
Elektro-Volkswagen an einer Stromtankstelle. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv
Reichweite soll steigen
Autohersteller feilen an nächster Elektroauto-Generation