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Entschlüsseln oder nicht? Apple gibt sich im iPhone-Streit gesprächsbereit

Soll Apple das iPhone eines Attentäters für das FBI knacken oder nicht? Der Konzern verweigert das bislang, signalisiert nun aber kurz vor der Anhörung im US-Kongress sein Entgegenkommen.

Im Streit um die Entschlüsselung eines iPhones hat Apple dem US-Kongress Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Entscheidung, ob der US-Konzern das Smartphone eines Attentäters für das FBI knacken müsse, "sollte von Ihnen als Volksvertreter getroffen werden, und nicht von einer Anordnung, die sich auf ein 220 Jahre altes Statut gründet", heißt es in einer Aussage-Notiz von Apple-Chefjurist Bruce Sewell für eine für den ersten März angesetzte Parlamentsanhörung.

Apple widersetzt sich bislang strikt einer gerichtlichen Anordnung, der Bundespolizei (FBI) bei der Entschlüsselung des iPhones von Sayed Farook zu helfen. Farook hatte Anfang Dezember mit seiner Ehefrau bei einem islamistischen Anschlag in San Bernardino 14 Menschen erschossen, ehe das Paar von der Polizei bei einem Schusswechsel getötet wurde.

Anhörung vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses

Sewell rechtfertigte die Weigerung in seiner am 29. Februar publik gewordenen Aussage-Vorlage: Verschlüsselung sei "eine gute Sache, eine notwendige Sache", auch wenn sie die Arbeit von Polizei und Justiz erschwere. Angriffe auf die Daten der Apple-Kunden würden immer ausgefeilter, "deswegen müssen auch unsere Werkzeuge immer stärker werden, um sie dagegen zu verteidigen".
Die Anhörung am ersten März findet vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses statt. Der Ausschuss hatte in der Angelegenheit bereits Technologieunternehmen befragt und sich in einer geheimen Sitzung die Sicht der Regierung darlegen lassen.

Apple hingegen kann bei seiner grundsätzlichen Weigerung auf eine breite Unterstützung aus der Tech-Branche zählen. Nach Berichten des "Wall Street Journal" und der "Seattle Times" kündigten Microsoft und Amazon an, Apple als "Amicus Curiae" beizustehen. Die Firmen böten in dem Verfahren ihre Hilfe als "Freunde des Gerichts" an, wenn es um die Klärung der komplexen technischen und rechtlichen Fragen geht. Auch Twitter und kleinere Unternehmen wie Box und Slack erwägen lauten Medienberichten diesen Schritt.

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