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Wirtschaft Maschinenbauer setzen Hoffnung auf US-Markt

Börsenturbulenzen, Hängepartie um den Verbleib Großbritanniens in der EU und Flüchtlingskrise verunsichern viele Unternehmen. Das bekommen auch die deutschen Maschinenbauer zu spüren. Hoffnungen macht der US-Markt.

Die deutschen Maschinenbauer bekommen die Verunsicherung der Kunden angesichts zahlreicher Krisen massiv zu spüren.

Ein deutlicher Rückgang der Bestellungen um real 12 Prozent verhagelte der mittelständisch geprägten Schlüsselindustrie den Jahresauftakt. Vor allem aus dem Ausland kamen im Januar im Vergleich zum Vorjahr weniger Aufträge (minus 14 Prozent), dabei brachen die Bestellungen aus den Euro-Ländern um fast ein Drittel ein. Die Nachfrage aus dem Inland verringerte sich um 8 Prozent, wie der Branchenverband VDMA am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

"Auch wenn dieses Minus überzeichnet ist durch ein ungewöhnlich hohes Bestellvolumen im Vorjahresmonat - das ist sicherlich ein unbefriedigender Jahresauftakt", erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Seit geraumer Zeit häuften sich die schlechten Nachrichten, sagte der Ökonom mit Blick auf die Turbulenzen an den Aktienmärkten, einen möglichen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) und den Umgang der EU mit der Flüchtlingskrise. "Das ist alles Gift für die Konjunktur, Gift für die Stimmung bei Investoren".

In der deutschen Wirtschaft war zuletzt die Furcht vor einer Konjunkturabkühlung gewachsen. Besonders groß sind die Sorgen laut Ifo-Geschäftsklimaindex in der Industrie.

Wegen eines Monats werde man die Prognose für 2016 nicht über den Haufen werfen, betonte Wiechers. "Aber wir müssen das Ganze sehr aufmerksam im Auge behalten". Die schwache Nachfrage zu Jahresbeginn habe "die Zugewinne der Vormonate nahezu vollständig nivelliert".

Der exportorientierte Maschinen- und Anlagenbau mit gut einer Million Arbeitsplätzen rechnet in diesem Jahr preisbereinigt mit einer Stagnation der Produktion. Der nominale Produktionswert wird auf 201 Milliarden Euro geschätzt nach 199 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. 2015 hatten die Maschinenbauer bereits das verlangsamte Wachstum der chinesischen Wirtschaft ebenso wie die Sanktionen gegen Russland und die Probleme vieler Schwellenländer zu spüren bekommen.

Trotz Schwächesignalen der US-Wirtschaft setzt die Branche auf den transatlantischen Markt. "Eine deutliche Mehrheit der in den USA tätigen deutschen Maschinenbauer erwartet für das laufende Jahr laut einer neuen Umfrage ein Wachstum ihres Absatzes", sagte Wiechers, der Deutschen Presse-Agentur. Details der Umfrage will der Verband Anfang April vorstellen. Ende April (25. bis 29.4.) trifft sich die Branche dann zur Hannover Messe, Partnerland sind diesmal die USA.

"Die Eröffnung der Messe durch den amerikanischen Präsidenten Barack Obama ist eine große Chance, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den transatlantischen Handelspartnern noch stärker auszubauen", sagte Wiechers. Die Maschinenbauer erhofften sich dadurch auch Impulse für die Verhandlungen über das geplante Freihandelsabkommen TTIP.

Im vergangenen Jahr legten die Ausfuhren deutscher Maschinenbauer in die Vereinigten Staaten um 11,2 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro zu. Die USA verdrängten damit China als wichtigsten Einzelmarkt für Maschinen "Made in Germany" vom ersten Platz.

Die Lieferungen in die Volksrepublik gingen um 5,9 Prozent zurück. "Für das laufende Jahr rechnen wir nochmals in Summe mit leicht rückläufigen Exporten nach China", sagte Wiechers. Einen drastischen Einbruch erwarte die Branche derzeit allerdings nicht.

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