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EZB-Pläne Bundesbank gegen Abschaffung des 500-Euro-Scheins

Finanziert der 500-Euro-Schein kriminelle Machenschaften? Während die EZB Pläne für eine Abschaffung schmiedet, kritisiert die Bundesbank ein Abschaffen als "Generalverdacht der Bürger".

Die Bundesbank stemmt sich gegen Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Abschaffung des 500-Euro-Scheins. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele äußerte am Donnerstag Zweifel, dass sich damit die Terrorismus-Finanzierung wirksam bekämpfen lasse. Die Frage müsse gestellt werden, welches Staatsverständnis hinter solchen Vorschlägen stecke. "Die Bürger sollten nicht unter Generalverdacht gestellt werden", mahnte Thiele auf einer Veranstaltung in London.

Mehr zum Thema: Steht der 500-Euro-Schein vor dem Aus?

Bei der EZB laufen bereits technische Vorbereitungen für eine Abschaffung des 500-Euro-Schein. Er gehört weltweit zu den Geldnoten mit dem höchsten Wert. Es ist nicht das erste Mal, dass die Bundesbank sich gegen EZB-Vorhaben positioniert. Auch dem seit Monaten laufenden großen Anleihen-Kaufprogramm der EZB zur Unterstützung der Konjunktur stand Bundesbank-Chef Jens Weidmann von Anfang an kritisch gegenüber.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte sich unlängst offen dafür gezeigt, den 500-Euro-Schein abzuschaffen. Zudem plädierte er dafür, Bargeldgeschäfte in Deutschland auf maximal 5000 Euro zu begrenzen. Thiele sagte dazu, bei solch grundlegenden Änderungen müssten Risiken und Nebenwirkungen beachtet werden. "Und sich vor Augen halten, dass die Freiheit scheibchenweise stirbt."

In vielen Ländern gibt es bereits Bargeldlimits: In Italien liegt die Grenze bei 3000 Euro, in Frankreich sogar nur bei 1000 Euro. In der EU läuft schon seit einiger Zeit eine Diskussion darüber, wie Terrorfinanzierung und Geldwäsche besser bekämpft werden können.

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