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Großbank Martin Zielke soll neuer Commerzbank-Chef werden

Das Nachfolgerennen bei Deutschlands zweitgrößter Bank ist entschieden. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" folgt der jetzige Privatkunden-Vorstand Martin Zielke auf Konzernchef Martin Blessing.

Leicht hat es sich der Aufsichtsrat der Commerzbank nicht gemacht. Seit im Herbst vergangenen Jahres bekannt wurde, dass Vorstandschef Martin Blessing seinen Vertrag nicht verlängern wollte, läuft die Suche nach einem Nachfolger. Nun hat sich der Aufsichtsrat nach Information der "Welt am Sonntag" entschieden.

Blessings Nachfolger soll dem Vernehmen nach Martin Zielke werden. Der Privatkundenchef der zweitgrößten börsennotierten deutschen Bank sitzt seit 2010 im Vorstand der Großbank. Zuvor war der 53-Jährige Bereichsvorstand. Er gilt als eine Art Ziehsohn Blessings. Als einer, der sich um das Privatkundengeschäft der vor noch gar nicht allzu langer Zeit recht wackeligen Frankfurter Adresse verdient gemacht hat. Dass er jetzt an die Spitze der Bank rückt, ist dennoch aus Sicht von Beobachtern und Aufsichtsrat keine Selbstverständlichkeit gewesen.

Denn Zielke war keinesfalls konkurrenzlos. Dem Vernehmen nach gab es eine Liste mit internen und externen Kandidaten, die der Aufsichtsrat gesichtet hatte. Dem Aufsichtsgremium wurde lange Zeit nachgesagt, vor allem nach einer Frau zu suchen. Geeignete Kandidatinnen gab es angeblich einige. Annika Falkengren, die Chefin der SEB, sei letztlich nicht gekommen, weil die deutsche Sprache für sie eine zu große Hürde gewesen sei, hieß es in Finanzkreisen.

Eines war klar: Der oder die Neue an der Spitze der zweitgrößten deutschen Bank sollte möglichst passabel Deutsch sprechen. In Berlin zum Beispiel hatte man noch nicht Anshu Jain vergessen, den früheren Chef der Deutschen Bank. Von ihm hatte es wiederholt geheißen, er würde nach dem Aufstieg auf den Chefposten Deutsch lernen. Bei seinen Besuchen im Bundesfinanzministerium konnte man sich davon allerdings nicht überzeugen. Jain selbst soll das auch als Nachteil empfunden haben.

Zielke steht dem Vernehmen nach vor allem für Kontinuität in der Strategie der Bank, die auf das Firmen- und Privatkundengeschäft ausgerichtet ist. Jeder externe Nachfolger hätte aus Sicht von Beobachtern auch für eine zumindest teilweise strategische Neuausrichtung der Bank gestanden.

Offen allerdings, was Firmenkundenchef Markus Beumer nun macht. Auch er hatte sich angeblich für den Chefposten in Stellung gebracht. Auch er galt in den letzten Tagen als heißer Kandidat. Die Frage ist, ob er bleibt.

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