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Online-Händler Amazon stellt klauende Ex-Mitarbeiter zur Schau

Jeff Bezos macht seinem Ruf als schlimmster Chef alle Ehre. Wer bei Amazon klaut, kommt per Flachbildschirm an den Pranger. Der Online-Händler will seine US-Mitarbeiter so vom falschen Weg abbringen.

Amazon-Chef Jeff Bezos wurde einst von US-Gewerkschaften der wenig schmeichelhafte Titel "schlimmster Chef des Planeten" verliehen. Die neueste Geschichte von Amazon aus den USA passt in dieses Bild: "Bloomberg Businessweek" berichtet, der größte Onlinehändler der Welt stelle ehemalige Mitarbeiter an den Pranger, die beim Klauen erwischt wurden.

Demnach hängen in amerikanischen Lagerhallen des Konzerns große Flachbildschirme, auf denen zwar nicht die Gesichter, aber die Silhouetten ehemaliger Kollegen zu sehen sind, die gekündigt wurden, weil sie beim Klauen erwischt wurden.

Amazon-Mitarbeiter mussten stundenlang in der Kälte stehen

"Es geht nur darum, die Leute wissen zu lassen, dass sie beobachtet werden", zitiert das US-Wirtschaftsmagazin eine ehemalige Lagerarbeiterin. Unter den Bildern werden Informationen dazu angezeigt, was gestohlen wurde und wie der Dieb erwischt wurde. Manche der Bilder sind um den Hinweis "verhaftet" ergänzt.

Immer wieder machen Amazon-Lagerhallen durch extreme Maßnahmen zum Schutz gegen Diebstahl Schlagzeilen. 2010 mussten beispielsweise mehrere Mitarbeiter im US-Bundesstaat Pennsylvania medizinisch behandelt werden, nachdem sie nach einem Feueralarm stundenlang im T-Shirt in der Kälte standen.

Den Mitarbeitern zufolge durften sie sich nicht in ihre Autos setzen, da Amazon fürchtete, der Feueralarm sei nur ausgelöst worden, um einen Diebstahl zu vertuschen, berichtete die US-Zeitung "Morning Call" damals.

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