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Porsche-Prozess Urteil gegen Ex-Firmenchef Wiedeking erwartet

Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein Finanzvorstand Holger Härter wollten VW übernehmen und scheiterten. Wegen Manipulationsvorwürfen stehen sie vor Gericht, das Urteil wird erwartet.

Nach fünf Monaten steht der Porsche-Prozess gegen Ex-Firmenchef Wendelin Wiedeking und seinen Finanzvorstand Holger Härter vor dem Ende.

Vor dem Stuttgarter Landgericht soll im Strafverfahren wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation heute das Urteil gefällt werden. Die Staatsanwaltschaft fordert zweieinhalb Jahre Haft für Wiedeking und zweieinviertel Jahre für Härter. Wiedeking (63) und Härter (59) bestreiten die Vorwürfe. Die Verteidigung verlangt Freisprüche.

Ex-Manager sollen Pläne verschleiert haben

Die Anklage wirft den Ex-Managern vor, bei der Übernahmeschlacht mit VW 2008 zunächst ihre Pläne verschleiert und dann unvollständig offengelegt zu haben. Dadurch, so die Ankläger, sei der Markt beeinflusst worden. Der VW-Börsenkurs schwankte damals stark, Anleger verloren Milliarden.

Im bisherigen Verlauf des Prozesses konnte kein Zeuge oder Gutachter die Vorwürfe der Ankläger wesentlich stützen. Dies hatte auch die Staatsanwaltschaft eingeräumt. Sie ist dennoch von der Schuld der beiden Manager überzeugt und stützt sich hierbei auf Indizien.

2008 war die entscheidende Phase bei Porsches VW-Übernahmeversuch, der letztlich schiefging. Heute ist der Sportwagenbauer Porsche AG eine VW-Tochter, die Porsche SE hält als reine Beteiligungsgesellschaft hingegen etwa 51 Prozent an Volkswagen. Wiedeking und Härter mussten 2009 ihre Chefposten räumen.

Strittige Porsche-Pressemitteilung von 2008

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