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Risikobewertung Forscher setzen Trump auf Liste der globalen Gefahren

Würde Donald Trump amerikanischer Präsident werden, wäre das eine der zehn größten Bedrohungen für unsere Welt, sagen britische Analysten. Ganz oben auf ihrer Liste steht Trumps Lieblingsgegner.

Das ist das Szenario. Am 8. November 2016 gewinnt Donald Trump in Amerika die Wahl. Er verbietet Muslimen die Einreise, baut eine Mauer an der Südgrenze, kündigt alle Freihandelsabkommen auf und verprellt China, weil er das Land öffentlich beschimpft. Er wird die Welt ins Chaos stürzen, Präsident Donald John Trump – das zumindest fürchten britische Forscher. Die renommierte Economist Intelligence Unit (EIU) zählt einen Sieg des Republikaners zu den zehn größten Bedrohungen für den Planeten.

In der aktuellen Risikobewertung der Denkfabrik liegt Trump auf Platz fünf – gleichauf mit der Gefahr, dass islamistischer Terror die globale Wirtschaft destabilisiert. Ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ist den Experten zufolge weniger schädlich, ebenso wie ein Konflikt im Südchinesischem Meer oder ein weiterer Absturz des Ölpreises.

Trump ist der EIU zufolge ein Risiko für beides, die Sicherheit und die Wirtschaft. Für die Sicherheit, weil er immer wieder abfällige Bemerkungen über Muslime macht. "Seine Sprüche sind ein Geschenk für Islamisten", sagt der Analyst Robert Powell. "Trumps Rhetorik könnte Terrorgruppen die Rekrutierung erleichtern." Und für die Wirtschaft, weil er sich mit China anlegt. Manche seiner Äußerungen sind provokant ("Währungstrickser"), andere realitätsfern ("People from China, they love me"), einige nur wirr ("China is the new China"). Aber klar ist: Trump hat sich verbal auf China eingeschossen – und könnte damit einen Handelskrieg anzetteln.

Erste Verstimmungen gibt es schon, obwohl Trump weder Präsident ist noch Präsidentschaftskandidat, sondern nur ein Bewerber dafür. "Er wird Benito Mussolini oder Adolf Hitler genannt", schrieb gerade die "Global Times", eine chinesische Staatszeitung – und benutzt Trump, um gleich das gesamte westliche Demokratiemodell zu diskreditieren: "Mussolini und Hitler kamen durch Wahlen an die Macht, eine harte Lektion für den Westen." Trump zeige, dass Demokratie gescheitert sei.

Angst um den Freihandel

Nicht nur die Ausfälle gegenüber China, auch Trumps Ablehnung des Freihandels beunruhigt die Wirtschaft. Würde er Präsident, könnte es das Aus für die Nordamerikanische Freihandelszone (Nafta) und die gerade vereinbarte Transpazifische Partnerschaft (TPP) bedeuten. Ein Ende der TPP wäre besonders paradox. Mit dem Abkommen, das zwölf Pazifikstaaten unterzeichnet haben, will Amerika seine ökonomische Vormachtstellung sichern – in erster Linie über China.

Chinesen beleidigen, Muslime beleidigen, das Land wirtschaftlich abschotten – das ist weniger Politik als Populismus, deshalb aber nicht weniger gefährlich. "Populismus ist eines der größten Risiken für die Welt", sagt Ian Bremmer, der Gründer der Eurasia Group, einer amerikanischen Beratungsfirma. Bedrohlicher als Trump sind der EIU zufolge ein Zerbrechen der Euro-Zone, etwa aufgrund eines Austritts Griechenlands, die steigenden Schulden der Schwellenländer und ein neuer Kalter Krieg zwischen Ost und West, nachdem Russland in die Ukraine einmarschierte und sich in den Syrien-Konflikt verstrickte.

Die größte Gefahr aber gehe laut dem Ranking von Trumps Lieblingsgegner aus: Nichts sei so dramatisch für die Welt wie ein Crash in China.

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