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Schienenkartell-Affäre Vossloh zahlt Millionen-Entschädigung an Bahn

Laut der "Süddeutschen Zeitung" wird ein weiteres Unternehmen im Schienenkartell-Fall Schadensersatz zahlen. Die Affäre gehört zu den spektakulärsten Fällen von Preisabsprachen in Deutschland.

Für Kartellabsprachen auf dem Schienenmarkt erhält die Deutsche Bahn einem Zeitungsbericht zufolge von einem weiteren beteiligten Unternehmen Schadenersatz. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, einigte sich der Konzern mit der Firma Vossloh auf einen Vergleich, demnach zahlt Vossloh außergerichtlich einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag an die Bahn.

Vorstandsmitglied Ronald Pofalla rechnet mit weiteren Einigungen: "Wir erwarten jetzt, dass sich nun auch Moravia Steel - als letzter verbliebener Kartellbeteiligter - seiner Verantwortung stellt und einen angemessenen Ausgleich zahlt", sagte er dem Blatt.

Schienenkartell sorgte für Verluste im dreistelligen Millionenbereich

Das so genannte Schienenkartell gilt als einer der spektakulärsten Fälle von Preisabsprachen in Deutschland. Stahlmanager hatten sich jahrelang heimlich über Preise und Mengen auf dem deutschen Schienenmarkt geeinigt und damit den Wettbewerb ausgehebelt. Allein die Bahn soll durch überhöhte Preise einen dreistelligen Millionenbetrag verloren haben. Insgesamt verhängte das Bundeskartellamt gegen die beteiligten Firmen fast 200 Millionen Euro an Bußgeldern.

Als einer der größten Einkäufer im Land ist die Bahn von Kartellen besonders betroffen. Sie geht deshalb auch mit einem eigenen Team aus fünf Juristen und einem Ökonom gegen Wettbewerbsverstöße vor. Dessen Aufgabe ist es, Schadenersatz wegen gesetzeswidriger Preisabsprachen einzutreiben.

Laut "Süddeutscher Zeitung" gehen die Fachleute derzeit 60 Verdachtsfällen nach, in 20 fordern sie Gelder ein. In den vergangenen Jahren sei das Staatsunternehmen wohl um einen Milliardenbetrag betrogen worden, sagte Teamleiter Tilman Makatsch dem Blatt.

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