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Krankenkassen AOK rechnet mit stark steigenden Zusatzbeiträgen

In den kommenden drei Jahren könnten die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung nach Einschätzung des AOK-Bundesverbands stark steigen. Schuld seien neue Milliardenkosten.

Die Zusatzbeiträge für die gesetzlich Krankenversicherten werden nach Einschätzung des AOK-Bundesverbands in den kommenden drei Jahren deutlich steigen. "Die Krankenkassen werden auch 2017 die Zusatzbeiträge anheben müssen – um durchschnittlich 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte", sagte Vorstandschef Martin Litsch der "Bild"-Zeitung aus Berlin. "Wenn hier nicht endlich mit richtigen Strukturreformen gegengesteuert wird, ist in den Jahren 2018 und 2019 mit ähnlichen Erhöhungen zu rechnen", ergänzte er.

Grund für die Beitragssteigerungen seien die weiter steigenden Kosten, sagte Litsch. Allein in der aktuellen Legislaturperiode lägen die Mehrausgaben der Krankenkassen bei rund 40 Milliarden Euro. "Das ist soviel wie nie", sagte Litsch. Die Politik müsse unter anderem Überkapazitäten in Krankenhäusern abbauen.

Spannbreite reicht derzeit von 14,6 bis 16,3 Prozent

Zuletzt haben zum Jahreswechsel zwei Drittel der allgemein zugänglichen gesetzlichen Krankenkassen ihren Beitrag angehoben. Einer Beitragsliste des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen zufolge haben 59 von 88 bundes- oder landesweit geöffneten Kassen den Beitragssatz erhöht. Die Spannbreite der Beitragssätze reicht demnach von 14,6 Prozent bei der Metzinger BKK bis zu 16,3 Prozent bei der BKK Viactiv.

Mehr zum Thema: Krankenkassenbeiträge steigen 2016 auf 15,7 Prozent

Der gesetzlich festgelegte Kassenbeitrag liegt bei 14,6 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens, wovon Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die Hälfte bezahlen. Da der Anteil der Arbeitgeber aber eingefroren ist, müssen die Versicherten zusätzlichen Mehrbedarf der Kassen alleine tragen. Dafür erheben die Krankenkassen einen Zusatzbeitrag, dessen Höhe sie selbst festlegen können.

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