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Bestverdiener im Dax Dieter Zetsche löst Martin Winterkorn ab

Dieter Zetsche hat 2015 unter den Dax-Managern am meisten Geld gescheffelt: 14,4 Millionen Euro gingen an den Daimler-Chef. Insgesamt war die Entwicklung für die Konzernlenker aber ernüchternd.

Die Chefs deutscher Großkonzerne müssen sich mit stagnierenden Vergütungen begnügen. Auf dem Gehaltszettel der Vorstandschefs der Unternehmen im Leitindex Dax standen im vergangenen Jahr im Schnitt 5,86 (2014: 5,90) Millionen Euro, wie aus Berechnungen der Vergütungsberatung hkp hervorgeht. Dabei geht die Schere weit auseinander: Während Daimler-Chef Dieter Zetsche für ein Rekordjahr mit 14,4 Millionen Euro belohnt wurde, musste sich der scheidende Commerzbank-Chef Martin Blessing mit 1,12 Millionen Euro begnügen.

Diese Zahlen beziehen sich auf den Bruttobetrag, der 2015 tatsächlich bei den Top-Managern und auf deren Betriebsrenten-Konten landete - also einschließlich der für vorhergehende Jahre ausgezahlten Langfrist-Boni. Diesen Wert müssen börsennotierte Unternehmen erst seit drei Jahren im Geschäftsbericht ausweisen.

Platz zwei geht an Fresenius-Chef

Daimler-Chef Zetsche war angesichts des Rekordjahres auch der Bonus-König unter den Dax-Chefs. Er übertraf seine Bonus-Ziele um mehr als das Doppelte, ebenso wie HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifele. Dieser landete unter den bestbezahlten Firmenlenkern im Dax mit 9,7 Millionen Euro auf Platz drei hinter Fresenius -Chef Ulf Schneider (13,9 Millionen).

Beim Blick auf die Gesamtvergütung, die die theoretischen Maximalbeträge der Bonus-Zusagen einbezieht, ergibt sich für 2015 laut hkp im Schnitt sogar ein Rückgang um neun Prozent auf knapp fünf Millionen Euro. Die Jahresüberschüsse gingen 2015 um 8,8 Prozent zurück. "Da stimmt das Verhältnis von Erfolg und Vergütung", bilanzierte hkp-Managing Partner Michael Kramarsch. Die ausgewiesene Gesamtvergütung weicht im Einzelnen oft weit von den tatsächlich ausgezahlten Grundgehältern und Boni ab.

Winterkorn fehlt in diesem Jahr

Der vom Skandal um manipulierte Abgaswerte erschütterte Autobauer Volkswagen fehlt in der Statistik ebenso wie vier Unternehmen, die 2015 ihren Chef auswechselten. An der Grundtendenz ändere das aber nichts, sagte Kramarsch - auch wenn der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn die Gehalts-Liste im Dax seit Jahren angeführt hatte.

Dass die Firmen die Vorstandsgehälter seit zehn Jahren im Geschäftsbericht einzeln aufführen und Aufsichtsräte sich dafür auch vor den Aktionären rechtfertigen müssen, habe "reinigende Wirkung" gehabt, sagte Kramarsch. In den Nebenwerte-Indizes MDax und SDax ließen sich aber weiterhin viele Firmen - vor allem Familienunternehmen - von den Aktionären davon befreien.

Von einer Explosion der Vorstandsgehälter im Dax könne keine Rede sein, betonte Vergütungsexperte Kramarsch. Während die Gesamtvergütungen der Vorstände seit 2006 um 15 Prozent erhöht wurden, seien die Tariflöhne im Schnitt um 27 Prozent gestiegen. Jährliche Boni seien gleichzeitig zugunsten von langfristigen Anreizprogrammen auf dem Rückzug, hieß es in der Studie.

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