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Kosmisches Kunstwerk "Hubble" lässt Pferdekopfnebel erstrahlen

So haben Astronomen den so genannten Pferdekopfnebel noch nicht gesehen. Das Weltraumteleskop "Hubble" hat diesen in infrarotem Licht festgehalten, das Ergebnis wirkt spektakulär.

Das Weltraumteleskop "Hubble" hat eine spektakuläre neue Aufnahme vom Pferdekopfnebel im Sternbild Orion geschossen. Das zu "Hubbles" 23. Jahrestag veröffentlichte Bild zeigt den Gas- und Staubnebel in infrarotem Licht, wie das europäische "Hubble"-Informationszentrum in Garching bei München mitteilte. Das Weltraumteleskop war am 24. April 1990 ins All geschossen worden.

Der Pferdekopfnebel ist eine sogenannte Dunkelwolke, die sich in Form eines Pferdekopfs aus leuchtendem interstellaren Gas erhebt und im sichtbaren Licht weitgehend undurchsichtig ist. Die Infrarotaufnahme enthüllt nach Angaben des "Hubble"-Zentrums feine Strukturen im Gas des Nebels, die gewöhnlich hinter Staub verborgen sind. Für Infrarotlicht ist der Staub durchlässig. So würden filigrane, nahezu zerbrechlich wirkende Strukturen sichtbar, die dem Nebel eine ganz andere Erscheinung geben als im sichtbaren Licht.

Der Nebel ist aus einer zusammenstürzenden Wolke interstellaren Materials entstanden. Das Gas des Nebels wird von einem nahen heißen Stern zum Leuchten angeregt. Um den "Pferdekopf" herum hat sich die Gaswolke bereits aufgelöst. Die Dunkelwolke ist aus dickerem Material, das nicht so leicht abgetragen wird. Die Astronomen schätzen jedoch, dass sich auch der "Pferdekopf" in etwa fünf Millionen Jahren aufgelöst haben wird.

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