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Echo des Urknalls offenbar entdeckt Geheimnisvolles Zeichen vom Beginn unserer Zeit

Die Welt steht vor einer grandiosen Entdeckung: Forscher sollen das Echo des Urknalls entdeckt haben. Sollte es zutreffen, ginge das auf Einstein zurück. Doch birgt der Fund ein Problem.

Sollte am Montag tatsächlich verkündet werden, was viele erwarten, wäre dies im wahrsten Sinne des Wortes ein richtiger Knaller. Laut dem englischen "Guardian" gibt es intensive Spekulationen unter Kosmologen, dass US-Forscher sogenannte Ur-Gravitationswellen erkannt haben sollen – also auf ein Echo des Urknalls vor 14 Milliarden Jahren gestoßen sind.

Das Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik jedenfalls kündigte für Montag eine Pressekonferenz an, auf der die sensationelle Neuigkeit verbreitet werden könnte. Es wäre ein Meilenstein in der Forschung, der eine Zäsur auf dem Gebiet der Kosmologie und Teilchenphysik bedeuten würde.  

Teleskop namens Biceps

Als Gravitationswellen werden Wellen in der Raumzeit bezeichnet, die den Raum durchqueren und ihn dabei stauchen und strecken. Gravitationswellen werden von Einsteins Relativitätstheorie vorhergesagt, ihr Nachweis ist bislang aber noch nicht gelungen.

Gerüchten zufolge wurde das ursprüngliche Signal am Südpol mit einem speziellen Teleskop namens Bicep eingefangen. Laut "Guardian" scannte dieses den Himmel im Mikrowellenbereich. Bicep nahm fossile Energie auf, die angeblich vom Urknall stammte.

"Als blickt man durch ein sprudelndes Glas Wasser"

Schon seit vielen Jahrzehnten sind Kosmologen davon ausgegangen, dass sich im Mikrowellenbereich solche Ur-Gravitationswellen befinden. Doch der Nachweis konnte nie erbracht werden. Als "heiligen Gral der Kosmologie" bezeichnete die Kosmologin Hiranya Peiris im "Guardian" die Suche nach dem Urknall-Echo.

Die Gravitationswellen könnten freilich weitreichende Erkenntnisse liefern über den Ursprung der Geschichte unseres Universums. Kosmologen gehen bislang davon aus, dass sich das Universum nach dem Urknall in 10 bis 34 Sekunden extrem ausgebreitet hat.

Das Signal könnte die Theorie verifizieren oder falsifizieren. Doch gibt es ein Problem: Die Entschlüsselung des Urknall-Echos könnte schwierig bis unmöglich werden. Die Mikrowellen dürften auf dem Weg in Richtung Erde extrem verzerrt worden sein. "Es ist, als blicke man auf das Universum durch ein sprudelndes Glas Wasser", sagte der Wissenschaftler Duncan Hanson von der McGill-Universität im kanadischen Montreal.

Deshalb müsse im übertragenen Sinne versucht werden, dass Gas aus dem Wasser zu bekommen. Sollte dies gelingen, dann – so ist Hanson überzeugt – wird der nächste Nobelpreis an die Forscher für den Nachweis der Ur-Gravitationswellen gehen. Nun warten alle gespannt auf Montag, an dem die Sensation verkündet werden soll.

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