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Magnetkompass versagt Elektrosmog schadet Vögeln

Selbst extrem schwache elektromagnetische Strahlung lässt den biologischen Magnetkompass von Rotkehlchen versagen. Das fanden deutsche Forscher heraus und warnen: Das sollte "zu denken geben."

Elektrosmog lässt den biologischen Magnetkompass von Rotkehlchen versagen. Das haben deutsche Forscher der Universität Oldenburg in jahrelangen Experimenten herausgefunden und nun in einem Titel-Aufsatz für die renommierte internationale Fachzeitschrift "Nature" beschrieben. Demnach stört selbst extrem schwache elektromagnetische Abstrahlung im Frequenzbereich von etwa zwei Kilo- bis fünf Megahertz, die vor allem von Elektrogeräten ausgeht, den Orientierungssinn der Vögel.

"Die Auswirkungen der schwachen elektromagnetischen Felder sind bemerkenswert: Sie stören die Funktion eines gesamten sensorischen Systems bei einem gesunden höheren Wirbeltier", erklärte der Biologe Henrik Mouritsen von der Universität Oldenburg. Die Wirkung stelle sich ein, obwohl die Signalstärke nur ein Tausendstel des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unbedenklich eingestuften Grenzwerts betrage. Das sollte "zu denken geben", erklärte Mouritsen weiter.

Das sollte "zu denken geben"

Den Angaben der Universität zufolge waren die Forscher zunächst zufällig auf dem Effekt aufmerksam geworden. Die Biologen stellten bei Experimenten fest, dass Rotkehlchen, die in Holzhütten auf dem Uni-Campus gehalten wurden, ihren natürlichen Orientierungssinn nicht einsetzen konnten. Die Tiere nutzen dafür das Magnetfeld der Erde. Ein Wissenschaftler hatte dann die Idee, Elektrosmog als mögliche Ursache zu sehen.

Die Versuchshütten wurden daraufhin mit geerdeten Aluminiumplatten abgeschirmt, die das Magnetfeld der Erde zwar durchließen, die im städtischen Umfeld aber praktisch allgegenwärtige elektromagnetische Strahlung blockierte. Tatsächlich hatten die Rotkehlchen dann keinerlei Probleme mehr mit ihrem Orientierungssinn.

Zwei unterschiedliche Arten von Elektrosmog

Insgesamt dauerten die Forschungen mehrere Jahre und wurden von mehreren Studenten-Generationen unter der Leitung des insgesamt neunköpfigen Expertenteams durchgeführt. "Wir haben bewusst über sieben Jahre hinweg zahlreiche Experimente durchgeführt und belastbare Beweise gesammelt, um vollkommen sicher zu gehen, dass es den Effekt tatsächlich gibt", erklärte Mouritsen. Auch ein Forscher der University of Oxford in Großbritannien war an dem Groß-Projekt beteiligt.

Es gibt verschiedene Arten von sogenanntem Elektrosmog mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften. Zu unterscheiden ist einerseits zwischen hoch- und niederfrequenter Strahlung, andererseits zwischen magnetischen und elektrischen Feldern. Im Oldenburger Experiment handelt es sich den Uni-Angaben zufolge um elektromagnetische Strahlung, wie sie Stromleitungen und Elektrogeräten abgeben. Mobiltelefone und -masten senden im elektromagnetischen Hochfrequenzspektrum.

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