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Australische Forscher rätseln Weißer Hai von "Superraubfisch" getötet?

Australische Wissenschaftler rätseln. Hat ein unbekannter "Superraubfisch" einen Weißen Hai gefressen? Viele Indizien deuten auf einen riesigen Unterwasserjäger hin. 

Fossilien, Knochenfunde, ungewöhnliche Leuchtobjekte oder spektakuläre Kreaturen aus dem Reich der Finsternis – die Tiefsee zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. Spektakuläre Tiefsee-Kreaturen wie der Koboldhai, der kürzlich einem Krabbenfischer vor Mexiko ins Netz ging, begeistern nicht nur die Wissenschaft. Jetzt lässt ein Bericht aus Australien Meeresforscher und Wissenschaftsinteressierte aufhorchen.

Demnach ist vor der Küste des Landes ein weißer Hai von einem mysteriösen, unbekannten Riesen-Raubtier abrupt in die Tiefe gerissen und gefressen worden. Das ist schon deshalb faszinierend, weil Haie zu den absoluten Alpha-Tieren der Meere gehören. Für gewöhnlich muss sich das gefährliche Raubtier mit seinen messerscharfen Zähnen nur vor einer Spezies fürchten: dem Menschen.

Hai war mit Peilsender ausgestattet

In den vergangenen Monaten gab es immer wieder tragische Nachrichten über Surfer, die vor der Küste Australiens tödlich von Haien angegriffen worden waren. Erst im April war bei einer Hai-Attacke in Australien ein Mensch ums Leben gekommen. Nahe der Ortschaft Tathra starb eine 63-jährige Schwimmerin. Normalerweise dringen Haie nicht so weit in Küstengebiete vor. 

Um mehr über das Leben der Haie zu erfahren hatten Biologen nun mehrere Tiere mit Peilsendern ausgestattet. Auch ein drei Meter langes Weibchen mit dem Namen "Shark Alpha" erhielt einen solchen Sender. Was dieser jedoch den Meeresbiologen übermittelte, darüber rätseln nun die Wissenschaftler.

Der markierte Weiße Hai soll plötzlich und mit rasanter Geschwindigkeit fast 600 Meter in die Tiefe gerissen worden sein, so Dave Riggs, der das Experiment als Dokumentarfilmer begleitet hatte. Gleichzeitig soll sich, laut der übertragenden Messdaten des Peilsenders, die Temperatur - quasi von jetzt auf gleich - von sieben Grad auf 25 Grad erhöht haben.

Chip Monate später an Land gespült

Für gewöhnlich ist dies eine Temperatur, die im Inneren eines Tieres gemessen wird. Der Peilsender soll noch acht Tage lang Daten an die Messstation gesendet haben, so die Wissenschaftler. Danach brach die Verbindung ab. Einige Monate später wurde der Chip an Land gespült, gebleicht von Magensäften.

Es dauert mitunter Monate, bis in der lichtlosen Tiefsee fressbare Beute vorbeikommt. Die Biologen sind sich sicher, dass das Hai-Weibchen nur von einem riesigen Ungeheuer aus der Tiefsee, das auf der Suche nach Nahrung nach oben kam, gefressen werden konnte. "Möglicherweise war es eine Art Superraubfisch", so ein Mitarbeiter des "Smithsonian Instituts".

Pottwal oder Artgenosse?

Ferner gab es Spekulationen, wonach der Hai möglicherweise von einem Pottwal verschlungen wurde. Pottwale sind dafür bekannt, viele hundert Meter auf der Suche nach Riesenkalmaren zu tauchen. Das rätselhafte Raubtier muss mindestens fünf Meter lang und zwei Tonnen schwer gewesen sein, um einen Hai von dieser Größe in Sekundenschnelle zu verschlingen, so die Biologen.

Auch Schwertwale hätten für einen solchen Angriff in Frage kommen können. Aber die leben für gewöhnlich in einer Tiefe von maximal 280 Metern. Der Messwert lag bei einer Tiefe von 580 Metern. Die Theorie, dass das Hai-Weibchen möglicherweise von einem noch größeren Verwandten gefressen wurde, kommt ebenso nicht infrage, denn die Temperaturen, die in Hai-Mägen herrschen, liegen bei 18 und nicht 25 Grad.

Welches riesige Tier aus der Tiefsee wurde dem weißen Hai zum Verhängnis? Fragen wie diese beschäftigen die Biologen auch in dem Dokumentarfilm "Die Jagd auf den Superraubfisch". Sie wird am 25. Juni in den USA gezeigt.

 

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