Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Warnung vor dem "Gottesteilchen" Stephen Hawking befürchtet Kollaps des Universums

Stephen Hawking gilt als einer der großen Vordenker in der Astrophysik - jetzt hat er vor der Erforschung des Higgs-Teilchens gewarnt. Ein Großexperiment könnte das gesamte Universum vernichten.

Vor gut zwei Jahren war die Freude am Kernforschungszentrum CERN bei Genf groß: Seit knapp 50 Jahren war man auf der Suche nach dem so genannten "Gottesteilchen", der Nachweis schien damals gelungen. In der Wissenschaft wurde die Entdeckung als Sensation gefeiert, im vergangenen Jahr bekamen die Teilchenphysiker für ihre Forschungsarbeiten sogar den Nobelpreis für Physik.

Der berühmte Astrophysiker Stephen Hawking mahnt nun jedoch zur Zurückhaltung bei der weiteren Erforschung des lang gesuchten Teilchens: Im schlimmsten Falle drohe der Untergang des gesamten Universums, befürchtet der an ALS erkrankte 72-Jährige. Auf einem sehr hohen Energieniveau könnte das Higgs-Teilchen einen plötzlichen Kollaps von Raum und Zeit verursachen. Die Katastrophe würde ohne erkennbare Vorzeichen hereinbrechen, warnt Hawking.

Das Gottesteilchen, das allen existierenden Objekten Form und Größe verleiht, könnte nach Ansicht des Wissenschaftlers unter extremen Stressbedingungen einen "katastrophalen Vakuum-Abfall" bewirken. Momentan gebe es aber noch keinen so großen Teilchenbeschleuniger, in dem sich ein derart fatales Experiment durchführen ließe, erklärte der Professor der Zeitung "Sunday Times".

Die Ausführungen zum Gottesteilchen sind unter anderem in einem neuen Buch mit dem Titel "Starmus" (wird im November veröffentlicht) zu finden, in dem auch Vorträge anderer bekannter Forscher zusammengetragen worden sind. Im Original schreibt der Brite: "Das Higgs-Potential hat die beunruhigende Eigenschaft, dass es bei Energien oberhalb von 100 Milliarden Giga-Elektronenvolt (GeV) metastabil wird. Das könnte zur Folge haben, dass das Universum einen katastrophalen Vakuum-Abfall erlebt, während sich eine Blase echten Vakuums mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt."

Hawking konnte sich die sarkastische Meinung nicht verkneifen, dass dieses Ereignis wahrscheinlich leider nicht in naher Zukunft stattfinden wird. Denn ein Teilchenbeschleuniger der derart hohe Energielevel erreichen kann, müsste größer als die Erde sein.

Kollegen des Physikers betonten, dass der Large Hadron Collider (LHC), in dem das Higgs-Teilchen entdeckt wurde, solche Probleme nicht verursachen kann. Dazu sei die Energie in den existierenden Beschleunigern viel zu gering. Es sieht so aus, als würde das Gottesteilchen neben der Bestätigung theoretischer Modelle in der Physik noch viele neue Fragen aufwerfen.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()