Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Teleportation geglückt Quanteninformation über 25 Kilometer geschickt

In der Quantenphysik herrschen komplett andere Naturgesetze: Wichtiger als die Zusammensetzung eines Partikels ist sein Zustand - und der lässt sich auch über lange Strecken teleportieren.

Seit der US-Science-Fiction-Serie "Star Trek" ist der Traum von der Teleportation eine weit verbreitete Utopie. Mit dem "Transporter" konnten Menschen an einen beliebigen Ort "gebeamt“ werden, ein Energiestrahl beförderte die Reisenden von ihrem Raumschiff auf fremde Planeten. Die höchst komfortable Transportform wird es wahrscheinlich niemals geben, eine andere Art der Teleportation ist der Wissenschaft jetzt aber gelungen: Physiker der Universität Genf haben den Quanten-Status eines Photons in einer optischen Faser auf einen 25 Kilometer entfernten Kristall übertragen.

Ganz neu ist das beobachtete Phänomen nicht: Bereits vor zehn Jahren konnte dasselbe Team eine Übertragung auf einer Strecke von 6 Kilometern erreichen. Die Quanten-Teleportation berührt eine Theorie, wie kleinste Teilchen sich verhalten, wenn sie auf Quanten-Niveau miteinander "verschränkt" sind. Selbst über eine größere Distanz verhalten sie sich dann wie Zwillinge.

Wichtige Erkenntnisse für die Kryptographie

Besonderes Interesse an den neuen Forschungsergebnissen dürften Entwickler in der Kryptographie haben. Denn Quantenteilchen bergen vermutlich ein enormes Potential, viel mehr Daten bewegen zu können, als Rechner heutzutage im binären Code verarbeiten können. Zudem ließen sich solche Informationen auch nicht hacken, da bereits das Anzapfen solcher Datenströme zwischen verschränkten Paaren den Inhalt unlesbar machen würde.

Die große Herausforderung der Forschung über Quanteninformationstechnik ist es somit, das Verarbeiten und Speichern solcher Daten verlustfrei zu gestalten. Im Rahmen dieser Analysen haben Forscher nun zwei "verschränkte" Photonen untersucht: Eines wurde 25 Kilometer durch eine optische Faser geschickt, während das andere mit derselben Information in einen Kristall gesendet wurde. Ein drittes Photon schossen die Wissenschaftler ebenfalls in die Glasfaser, um beide Photonen auszulöschen.

Die Auswertung der Kollision brachte ein spannendes Ergebnis: Die Information des dritten Photons ging nicht verloren, sondern fand sich im Kristall mit dem zweiten "verschränkten" Photon wieder. Auch wenn eine kommerziell nutzbare Quanten-Teleportation noch in weiter Ferne liegt, ist nach Aussagen der Wissenschaftler die Arbeit ein wichtiger Fortschritt in der Quantenforschung.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()