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Schlechte Schulnoten durch Cannabis-Konsum? Britische Forscher geben Entwarnung

Geringerer IQ und schlechte Schulnoten als Folge von Marihuana-Konsum? Alles Unsinn sagen nun britische Forscher. Cannabis habe aus ganz anderen Gründen ein Image-Problem.

Der Cannabis-Langzeitwirkung auf der Spur: In einer großangelegten Studie untersuchten Forscher der Universität London 2612 Kinder der Jahrgänge 1991 und 1992. Sie testeten ihren IQ im Alter von acht und 15 Jahren. Die Untersuchung ergab: Trotz des gelegentlichen Cannabis-Konsums der 15-jährigen Probanden, waren keine IQ-Unterschiede zum ersten Test festzustellen. Auch die Schulnoten der Betroffenen verschlechterten sich nicht signifikant. Dies gelte aber nur für den Konsum "ab und zu", bei regelmäßigem Rauchen von Joints könnte es anders sein, behaupten die Forscher.

Das schlechte Image von Cannabis erklärt die Leiterin der Studie, Claire Mokrysz, dem britischen "The Independent", wie folgt: Fatal sei, dass andere Faktoren wie Tabakrauchen und Alkoholgenuss in vorangegangenen Studien nicht berücksichtigt wurden. Diese gingen aber häufig mit dem Cannabis-Konsum einher.

"Lifestyle, Umfeld und Verhalten der Cannabis-Konsumenten, haben möglicherweise für die vielen negativen Ergebnisse der letzten Jahre gesorgt, nicht das Kraut selbst", behauptet Mokrysz. "Es ist genauso möglich, dass schlechte Schulnoten Teenager zum Marihuana rauchen verleiten, und nicht der Konsum zu schlechten Noten führt. Unsere Studie zeigt, dass man dem Cannabis nicht alle Schuld zuschieben kann."

Ergebnisse werden kritisch betrachtet

Professor Wayne Hall vom King’s College in London warnt zeitgleich vor einer Verharmlosung der Droge: "In den letzten 20 Jahren haben wir einen starken Anstieg von Cannabis-Konsumenten verzeichnet. Mittlerweile rauchen genauso viele junge Leute Joints, wie Zigaretten. Klar ist, dass vor allem bei regelmäßigem Konsum von Jugend an, schädliche Auswirkungen durchaus nicht auszuschließen sind."

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