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Rätsel um Pyramide von Cheops "Irgendetwas ist hier. Irgendetwas ist nicht normal"

Die Pyramiden von Gizeh sind Jahrtausende alt. Alles schien über die Bauwerke bekannt zu sein. Doch das stimmt nicht. Bei der Cheops-Pyramide haben Forscher etwas Geheimnisvolles entdeckt.

Bei Analysen an der Cheops-Pyramide und drei weiteren Pyramiden bei Kairo haben Forscher mysteriöse Temperaturunterschiede aufgespürt. Diese könnten auf versteckte Kammern hindeuten. Bei allen vier untersuchten Pyramiden seien "zahlreiche thermische Anomalien" festgestellt worden, "besonders beeindruckend" sei diejenige an der Cheops-Pyramide, teilte das ägyptische Antiken-Ministerium mit.

In einigen Steinblöcken seien um bis zu sechs Grad höhere Temperaturen gemessen worden als in Nachbarblöcken. "Irgendetwas ist hier", sagt Professor Hany Helal in einen CNN-Video. "Irgendetwas ist nicht normal." Eine Erklärung für die mit Infrarot-Scannern gemessenen Temperaturunterschiede gibt es noch nicht, sie könnten aber auf verborgene Kammern hindeuten.

"Cheops wird eines seiner Geheimnisse lüften", kündigte Antiken-Minister Mahmud Eldamati zuversichtlich an. Doch die Forscher aus Ägypten, Frankreich, Kanada und Japan blieben in ihrer Erklärung eher vage: Eine Reihe von Theorien seien möglich, darunter "Hohlräume hinter der Fassade und Luftströme" im Innern der Pyramiden.

Die älteste und größte der drei Pyramiden von Gizeh war dem Pharao Cheops gewidmet, der etwa von 2620 bis 2580 v. Chr regiert haben soll. (Foto: RTR)

Forscher will Nofretetes Grab entdeckt haben

Das Forschungsprojekt "Scan Pyramids" war am 25. Oktober angelaufen. Ziel der Unternehmung ist es, neue Erkenntnisse zu gewinnen ohne die antiken Kulturschätze zu beschädigen. Dafür werden neben Infrarot-Scannern auch Laser und Drohnen eingesetzt. Besondere Aufregung riefen die Ergebnisse aus der 4500 Jahre alten Cheops-Pyramide hervor, der größten der drei Pyramiden von Gizeh, die zu den sieben Weltwundern des Altertums zählt. Bei ihr wurden "beeindruckende" Temperaturunterschiede auf der Ostseite auf Bodenhöhe festgestellt. "Diese Gegend sollte in der Folgephase des Projektes weiter untersucht werden", hieß es in der Erklärung.

Während die Temperaturunterschiede an den anderen Pyramiden sich zwischen 0,1 und 0,5 Grad bewegten, fand das Forscherteam heraus, dass die Felsblöcke der Großen Pyramide sechs Grad wärmer oder kälter waren, als die Steine daneben, berichtete die "New York Times".

Mithilfe der Infrarot-Scanner war Anfang November bereits die Grabkammer von Tutanchamun untersucht worden. Die Ergebnisse stützten die Vermutung des britischen Archäologen Nicholas Reeves, hinter der Grabkammer gebe es eine weitere verborgene Kammer - in der die legendäre Königin Nofretete begraben worden sein könnte. Deren Mumie ist bislang unentdeckt.

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