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Suche nach außerirdischem Leben Wenn es Alien-Zivilisationen gibt, dann hier

Die Suche nach Außerirdischen bekommt einen neuen Anstoß. In Kugelsternhaufen könnte es erdähnliche Planeten geben, die viel Zeit gehabt hätten, intelligentes Leben zu entwickeln.

Gibt es Aliens? Diese Frage hat im Laufe der Geschichte mehr als einen beschäftigt. Nun glauben Astronomen einen neuen, vielversprechenden Ausgangspunkt für die Suche nach extraterrestrischen Intelligenzen ausgemacht zu haben: sogenannte Kugelsternhaufen.

Rund 150 dieser sehr alten Sternenansammlungen liegen in den Randgebieten unserer Milchstraße. Gerade weil sie so alt sind, hätten sie viel Zeit gehabt, intelligentes Leben oder sogar fortschrittliche Zivilisationen zu entwickeln, sagten die US-Forscherin Rosanne Di Stefano (Harvard-Smithsonian Center für Astrophysik) und ihr indischer Kollege Alak Ray (Tata Institute of Fundamental Research) auf dem 227. Treffen der amerikanischen Gesellschaft für Astronomie in Florida, über das die BBC berichtet.

Mit einem durchschnittlichen Alter von zehn Milliarden Jahren – mehr als doppelt so alt wie die "nur" vier Milliarden alte Sonne – hätten diese Sternenhaufen zwar kaum junge Sterne, die reich an jenen metallischen Elementen sind, die zur Planetenbildung gebraucht werden. Doch die Astronomin Di Stefano wies darauf hin, dass planetenartige Himmelskörper – besonders kleine, felsige wie die Erde – zuletzt im Umfeld weit metallärmerer Sterne als unsere Sonne entdeckt wurden.

Gute Chancen auf bewohnbare Erdzwillinge

Damit bieten die Sternenansammlungen nach Ansicht von Di Stefano beste Voraussetzungen für die Existenz von Erdzwillingen. "In dieser großflächigen Region können Planetensysteme überleben", sagte die Forscherin in Florida. Tatsächlich könnten solche Planeten – sollten sie existieren – nach Meinung der Forscher sogar bewohnbar sein; und dazu sogar noch länger Bestand haben, als das aktuelle Alter des Universums, fügte Di Stefano hinzu. Damit hätten intelligente Lebensformen ausreichend Zeit gehabt, sich zu entwickeln.

Sollte es tatsächlich entwickelte Zivilisationen in den Kugelsternhaufen geben, hätten diese zudem den Vorteil, viel einfacher zwischen Nachbarsternen oder ins nächste Planetensystem zu reisen, als der Mensch es kann: Denn die Sterne liegen viel näher beieinander.

Tausende Lichtjahre entfernt

Zwar wurde bisher nur ein einziger Exoplanet in einer solchen dichten Sternenansammlung gefunden: PSR B1620-26 b, auch "Methusalem" genannt. Allerdings "würden wohl die meisten von uns sagen, dass die Entdeckung eines solchen Planeten darauf hinweist, dass es dort noch mehr davon geben muss", sagte Di Stefano. Eine Reise zu der Sternenansammlung, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen, ist jedoch alles andere als einfach. Der nächste Kugelsternhaufen liegt 400.000 Lichtjahre entfernt – also nicht unbedingt in kosmischer Nachbarschaft.

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