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Neue Kandidaten aufgespürt Monstersterne leuchten Millionen Mal heller als die Sonne

Eta Carinae galt bisher als das hellste Sternsystem in der Milchstraße. Im Vergleich wirkt die Sonne zwergenhaft. Astronomen haben nun weitere Monstersterne aufgespürt – allerdings weiter entfernt.

Astronomen haben fünf Kandidaten für besonders aktive Monstersterne außerhalb der Milchstraße aufgespürt. Die Forscher hatten nach Zwillingen des Doppelsterns Eta Carinae in unserer Heimatgalaxie gesucht.

Dank einer hartnäckigen Zielfahndung wurden sie nun in vier anderen Galaxien fündig, die zwischen 15 Millionen und 26 Millionen Lichtjahre von uns entfernt sind, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa in Washington berichtet. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, und entspricht etwa 9,5 Billionen Kilometern.

Eta Carinae ist das hellste und massereichste Sternsystem innerhalb von mindestens 10.000 Lichtjahren um die Erde. Darin umkreisen sich ein Riesenstern mit etwa der 90-fachen Masse unserer Sonne und ein Gigant mit 30 Sonnenmassen.

Gemeinsam leuchten sie rund fünf Millionen Mal heller als die Sonne. Vor etwa 170 Jahren hat das Doppelsternsystem in einer enormen Eruption mindestens die zehnfache Sonnenmasse ins All geschleudert.

Dieser wachsende Schleier aus Staub und Gas ist heute nach wie vor sichtbar.

Fünf mögliche Zwillinge von Eta Carinae aufgespürt

Die Astronomen möchten verstehen, wie es zu der gigantischen Eruption kam. "Die massereichsten Sterne sind stets selten, aber sie haben einen gewaltigen Einfluss auf die chemische und physische Entwicklung ihrer Heimatgalaxie", erläutert Nasa-Forscher Rubab Khan in einer Mitteilung der Raumfahrtbehörde.

Denn Riesensterne erzeugen große Mengen schwerer chemischer Elemente, die unter anderem für die Entstehung von Planeten sowie des Lebens wichtig sind.

Allerdings ist Eta Carinae das einzige bekannte System seiner Art in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Die Forscher machten sich deshalb außerhalb unserer Galaxie auf die Suche nach weiteren derartigen Riesensternen, die gerade eine große Eruption erlebt haben.

"Wir wussten, dass es andere da draußen geben würde", betont Krzysztof Stanek von der Ohio State University. "Es war vor allem eine Frage, wonach wir suchen sollten, und der Ausdauer."

Mithilfe der Daten der Weltraumteleskope "Hubble" und "Spitzer" wurden die Forscher schließlich fündig. Durch den Vergleich der Infrarotaufnahmen von "Spitzer" und der optischen Fotos von "Hubble" konnten die Wissenschaftler bestimmen, wie viel hinausgeschleuderter Staub sich um einen jeweiligen Kandidaten befindet.

Auf diese Weise konnten sie schließlich fünf mögliche Zwillinge von Eta Carinae aufspüren, bei denen sich jeweils mindestens ein sehr massereicher Stern hinter einem Schleier aus fünf bis zehn Sonnenmassen Gas und Staub verbirgt.

Allerdings liegen die nächsten dieser Kandidaten immerhin 15 Millionen Lichtjahre entfernt in der Spiralgalaxie M81. Dennoch können die Astronomen mit Folgebeobachtungen die physikalischen Eigenschaften dieser Sterne genauer bestimmen und erhoffen sich so ein besseres Verständnis solcher Monstersterne. Ihre Beobachtungen haben die Forscher im Fachblatt "The Astrophysical Journal" veröffentlicht.

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