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Forscher nutzen Trick Feiert die Glühbirne bald ein Comeback?

Seit 2012 ist die Glühbirne Geschichte. Doch viele wünschen sich das warme Licht zurück. Forscher arbeiten fieberhaft an einem Comeback. Es könnte klappen. Ein Trick soll die Wende bringen.

"Niemand außer den Extravaganten" sollte "jemals mehr Kerzen aus Talg" verbrennen, erklärte Thomas Edison, als er 1879 seine Erfindung der Welt vorstellte: die Glühlampe. Und damit sollte er Recht behalten. Spätestens Mitte des 20. Jahrhunderts gehörte sie in jeden Haushalt. Allerdings konnte sie höchstens fünf Prozent der eingesetzten Energie als sichtbares Licht ausstrahlen. Der Rest ging im für uns unsichtbaren Infrarotbereich verloren, als Wärme respektive Müll.

Aus diesem Grund und um das Klima zu schonen, wurde der Verkauf der meisten Glühbirnen in der EU verboten. Seither erhellen Energiesparlampen, Halogenleuchten und LED-Birnen die Räume - zum Leidwesen vieler, die am warmen Licht der Glühbirne noch immer hängen.

Wärmestrahlung wird recycelt

Doch jetzt könnte eine Renaissance anrollen: Elektroingenieure um Ognjen Ilic (MIT) haben einen Trick ersonnen, mit dem die Lichtausbeute eines Glühdrahts auf 30 Prozent erhöht wird. Das würde derzeit handelsübliche Energiespar- und LED-Lampen in den Schatten stellen.

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Der Trick sorgt dafür, dass die Infrarotstrahlung nicht einfach verloren geht, sondern wiederverwertet wird. "Recycling light“, so nennen es die Forscher. Dazu wurde zunächst der Glühfaden verändert bzw. vereinfacht: Edison arbeitete mit Kohlefäden aus Pflanzenfasern, später wurden sie durch verdrillte Wolframdrähte ersetzt. Ilic arbeitet dagegen mit flachem Wolframblech. 

Dieses lässt zwar sichtbares Licht durch, nicht aber die Infrarotstrahlung. Auf diese Weise werden 80 bis 92 Prozent der Wärmestrahlung wieder zurückgeworfen und können vom Glühdraht absorbiert werden. Das Ergebnis: Die Energie verpufft nicht einfach, sondern trägt dazu bei, den Glühdraht aufzuheizen. So kann Energie eingespart werden. 

Effizient und günstig

Laut dem Forscherteam hat der Prototyp bereits eine deutlich bessere Lichtausbeute als klassische Glühbirnen: 15 Prozent - wie bei Sparbirnen und LEDs. Doch die Ingenieure wollen die Technik noch weiter optimieren. Ihr Ziel: die Lichtausbeute auf bis zu 40 Prozent zu erhöhen.

Ein weiterer Vorteil des "Lichtrecyclings": Diese Birnen wären relativ günstig herzustellen. "Die Materialien, die wir benötigen, sind reichlich vorhanden und billig", sagt Ilic. Bis solche Glühbirnen der neuen Machart jedoch marktreif sind, müssen die Forscher noch an der Lebensdauer und der thermischen Stabilität des Filters arbeiten.

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