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California Institute of Technology Caltech Astronomen wollen neunten Planeten entdeckt haben

Es ist eine sensationelle Vermutung: US-Astronomen wollen einen bislang unbekannten Planeten im Sonnensystem entdeckt haben. Das vermutete Gewicht von "Planet Neun" ist außergewöhnlich.

Noch können sie ihn nicht sehen. Doch Astronomen der Universität von Kalifornien haben die eigenartigen Umlaufbahnen von Zwergplaneten und anderen Objekten studiert, deren Ordnung von der Schwerkraft einer riesigen, unbekannten Materie beeinflusst zu werden scheinen.

Mathematische Modelle und Computersimulationen deuten darauf hin, dass es sich dabei um einen neunten Planeten in unserem Sonnensystem handeln könnte. Der Himmelskörper sei etwa zehnmal so schwer wie die Erde, teilten Konstantin Batygin und Mike Brown vom California Institute of Technology mit.

Die Idee, dass es am äußeren Rande des Sonnensystems eine unbekannte Kraft gibt, die auf Umlaufbahnen anderer Himmelskörper wirkt, kam dem US-Radiosender NPR zufolge schon 2014 auf. Damals hatten andere Forscher einen weit entfernten Zwergplaneten entdeckt. Für sie war klar, dass dort draußen "etwas Komisches vor sich gehe", erklärte Brown gegenüber NPR. "Seitdem haben wir uns die Köpfe gekratzt." Er erzählte seinem Kollegen Batygin davon und beide stellten fest, dass die Ordnung der beobachteten Objekte nur durch einen Planeten in entgegengesetzter Richtung zustande kommen könne.

Also machten sich die beiden an ihre Berechnungen. Die entscheidende Erkenntnis hatte Brown, als er feststellte, dass die Orbits kleinerer Himmelskörper in der erforschten Umgebung sich im Falle der Existenz eines neunten Planeten besonders drehen würden. Bei der Durchsicht alter Aufzeichnungen stellte sich genau das heraus. Fünf Eisobjekte bewegten sich auf Laufbahnen mit der prophezeiten Krümmung: "Mir fiel die Kinnlade herunter", sagte Brown. "Ich bin willens gegen jeden zu wetten, der nicht an diese Theorie glaubt!"

Die ersten überzeugenden Beweise in 150 Jahren

Ihre Forschungen haben sie im "Astronomical Journal" veröffentlicht. Brown hatte dazu beigetragen, dass Pluto der Titel Planet entzogen wurde. "Die Existenz eines anderen Planeten wurde bestimmt hunderte von Malen diskutiert", sagte der Astronom dem "Time Magazine". "Doch das erste Mal in 150 Jahren können wir sagen, dass wir überzeugende Beweise dafür haben, dass der Zensus unseres Sonnensystems unvollständig ist."

Der vorläufig "Planet Neun" getaufte Himmelskörper umkreise die Sonne in durchschnittlich zwanzigmal so großer Entfernung wie Neptun, der derzeit äußerste bekannte Planet in unserem Sonnensystem. Damit sei er so weit von der Sonne entfernt, dass er für eine Umkreisung wohl 10.000 bis 20.000 Jahre brauche. Die Gravitationskräfte anderer Planeten könnten ihn abgedrängt haben.

Hilfe aus der Bevölkerung

Dem "Time Magazine" zufolge sind die Forscher jetzt auf die Massen angewiesen. Denn schließlich muss "Planet Neun" erst noch gefunden werden. Nun brauchen Batygin und Brown so viel Sterngucker wie möglich, die ihre Teleskope rund um den Globus gen Himmel richten, und die von den Astronomen skizzierten Laufbahn absuchen.

Auch der Name des Planeten soll im Falle seiner Entdeckung durch Crowdsourcing gefunden werden. Sonst kommt die Ehre der Taufe dem Forscher zuteil. Die beiden Astronomen haben "Time" zufolge deshalb trotzdem einen Favorit: George. Denn der britische Forscher hatte Uranus damals König George III. zu Ehren "Georgium Sidus" nennen wollen.

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