Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Forscher entdecken neue Methode Zugefrorene Autoscheibe könnte bald der Vergangenheit angehören

Autoscheiben im Winter zu kratzen, nervt. Nun berichten Forscher von einer Methode, wie man Scheiben vor Frost schützen kann. Ein Wüstenkäfer spielt bei ihrer Entdeckung eine entscheidene Rolle.

Heute schon Autoscheiben freigekratzt? Da dürfte eine Nachricht aus den USA ein wenig Hoffnung bringen: Forscher haben eine Oberfläche entwickelt, die nicht vereist. Das berichten sie im Onlinejournal "Scientific Reports".

Das Team von der Virginia Tech schreibt, dass ihm die Idee zu den neuen Oberflächen beim Studium eines ungewöhnlichen Käfers kam. Bestimmte Arten von Nebeltrinker-Käfern führten zur Inspiration.

Am Körper der Nebeltrinker-Käfer in der Wüste kondensiert die Flüssigkeit. (Foto: Joe Henschel)

Die Käfer der Arten Onymacris unguicularis und Onymacris bicolor leben in der Namib-Wüste. In dieser extrem heißen Umgebung gelingt es den Tieren, aus Nebel Feuchtigkeit zu ziehen – und so nicht zu verdursten.

In der Wüste ziehen vom Atlantik manchmal Nebelschwaden auf. Die Tiere machen dann auf dem Kamm einer Düne eine Art Handstand und strecken ihren Hinterleib in einem Winkel von etwa 20 Grad die Höhe. An ihrem Körper kondensiert das Wasser, die winzigen Tropfen laufen dann in feinen Rinnen an den Körperseiten zum Mund der Insekten.

Natur als Vorbild

Nach dem Vorbild der Nebeltrinker-Käfer auf den Dünen haben die Wissenschaftler eine Oberfläche konstruiert, die viele kleine Erhebungen hat. Diese Erhebungen sind hydrophob, sie weisen Wasser ab.

Wenn nun die Oberfläche an einer Stelle friert, können sich die wachsenden Eiskristalle nur bis zum nächsten Knubbel ausbreiten. Dieser verhindert, dass das Eis über die komplette Fläche wächst.

"Man muss verstehen, wie Eis auf Oberflächen wächst", sagt Jonathan Boreyko. "Wenn sich Tautropfen auf einer Oberfläche gebildet haben, so reicht es, wenn nur einer dieser Tropfen friert. Er bildet dann Brücken zum nächsten Tropfen – so wird eine Kettenreaktion gestartet.

Die Forscher wollten ausnutzen, dass sich Tau vor allem an kleinen Erhebungen bildet, wie die Wüstenkäfer eindrucksvoll zeigen. Mittels Fotolithografie brachten sie auf einer wasserabstoßenden Oberfläche Punkte auf, die Wasser anziehen. Wenn diese Punkte weit genug voneinander entfernt sind, können sich beim Gefrieren keine Frostbrücken zwischen den Punkten bilden. Die Kettenreaktion kann nicht gestartet werden – und es kommt nicht zur Vereisung.

Die kleinen frostfreien Zonen auf einer Oberfläche könnten also die Lösung gegen vereiste Autoscheiben oder Flugzeugflügel sein. Einziges Problem: Bislang haben die Forscher erst eine Testfläche konstruiert, die nur einen Quadratzentimeter groß ist. Sie hoffen aber, dass das Prinzip auch auf größere Flächen übertragbar ist.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()