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Hyperschallflugzeug Antipode Von London nach New York in 11 Minuten

Gehören mehrstündige Langstreckenflüge bald der Vergangenheit an? Ein kanadischer Ingenieur hat ein Raketenflugzeug entwickelt. Es könnte Flüge um die Welt in Minuten ermöglichen.

Tausende Kilometer mit einem Flugzeug zurückzulegen, kann unangenehm sein. Viele Stunden befindet man sich eingepfercht zwischen anderen Passagieren auf einem langweiligen Flug. Gerade Geschäftsreisende dürften das als reine Zeitverschwendung empfinden.

Dass diese Distanzen innerhalb von Minuten zurückgelegt werden könnten, klingt nach einer schönen Utopie, doch der kanadische Ingenieur Charles Bombardier lässt dies nun mit seinem Konzept eines Überschallflugzeugs namens "Antipode" in greifbare Nähe rücken. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 16.000 Meilen pro Stunde (über 25.000 km/h) wäre es allerdings mehr ein Geschoss als ein Jet.

Bei dem Flugzeugkonzept ist der Name richtungsweisend. Denn Antipoden sind die Gebiete, die sich auf dem Erdball genau gegenüberliegen. Um diese Distanzen in Rekordgeschwindigkeit zurückzulegen, setzt Bombardier auf wiederverwendbare Raketenantriebe. Diese sollen den Jet in eine Höhe von über 12.000 Metern befördern und auf fünffache Schallgeschwindigkeit beschleunigen.

Das Konzept sieht vor, dass sich die Raketenantriebe daraufhin von dem Flugobjekt lösen und zurück zur Basis fliegen. Das "Antipode" selbst zündet dagegen seine zweite Beschleunigungsstufe. Ein "Überschallverbrennungs-Staustrahltriebwerk" beschleunigt das Flugobjekt dann auf seine Höchstgeschwindigkeit von rund 24 Mach.

Weiterentwicklung eines vorangegangenen Konzepts

Der Ingenieur und Begründer von Imaginactive, einer Website auf der Technikvisionäre futuristische Beförderungsmittel vorstellen können, machte schon in der Vergangenheit mit einem Konzept für ein Überschallflugzeug Furore. Bombardiers "Screemr"-Jet sollte fünfmal schneller sein als das Überschall-Passagierflugzeug Concorde. Allerdings waren "der Überschallknall, der über Land entstehen würde und die gewaltige Hitze, die sich an der Schnauze und an den Tragflächen" bilden würde ein "absehbares Problem", so Bombardier.

Mithilfe des Ingenieurs Joe Hazeltime konnten diese Hindernisse zumindest in der Theorie überwunden werden. Er schlug die Nutzung eines aerodynamischen Phänomens, dem sogenannten "Long Penetration Mode (LPM)", vor. Das Ergebnis ist "Antipode", das eine Distanz von 20.000 Kilometern theoretisch in weniger als einer Stunde zurücklegen kann. Die Strecke von New York nach London wäre damit in sagenhaften 11 Minuten zu schaffen. Von New York nach Sydney käme man in nur einer halben Stunde.

Wer jetzt allerdings von blitzschnellen Kurztrips über den Atlantik träumt, muss enttäuscht werden. Bei "Antipode" soll es sich zunächst um ein reines Militärflugzeug handeln, das für die Beförderung "hochrangiger Funktionäre" gedacht ist. Noch existiert das Konzept ohnehin nur auf dem Papier oder besser: als Idee im Netz. Ob es tatsächlich zu realisieren ist, wird die Zukunft zeigen müssen.

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