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Entdeckung mit Riesenteleskop Das ist die "heißeste Feuerstelle im Weltall"

Astrophysiker haben Radioteleskope zusammengeschaltet und dadurch das größte Teleskop der Geschichte geschaffen. Das "Very Long Baseline Interferometry" ermöglichte eine erstaunliche Entdeckung.

Ein Teleskop ist gut, mehrere sind besser. Nach diesem Prinzip werden seit 1974 Observatorien auf der ganzen Welt zusammengeschaltet, um noch tiefer ins Universum zu blicken. Das Projekt trägt den Namen "Very Long Baseline Interferometry (VLBI)". Nun haben 16 Radioteleskope miteinander kooperiert, um die Galaxie "BL Lacertae (BL Lac)" genauer unter die Linse zu nehmen. Die fremde Welt liegt in einer Entfernung von rund 900 Millionen Lichtjahren in Richtung des Sternbilds Eidechse.

Zum Verbund gehört auch das Radioteleskop Effelsberg in Deutschland. Herzstück der Kooperation ist allerdings das internationale Weltraumteleskop RadioAstron (auch Spektr-R). Alle gesammelten Daten der gekoppelten Teleskope laufen im Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie zusammen.

Ein Teleskop von achtfacher Größe der Erde

Duch die Zusammenarbeit der Beobachtungszentren haben Astronomen nun alle bisherigen Rekorde gebrochen. Durch den Verbund entstand das größte virtuelle Teleskop der Welt - achtmal so groß wie die Erde.

Das virtuelle Teleskop hat die achtfache Größe der Erde. (Foto: MPIfR / Andrei Lobanov / Max-Planck-Institut für Radioastronomie)

Im Fokus der Untersuchungen der Galaxie "BL Lacertae" liegt das schwarze Loch im Zentrum. Jedes dieser Massemonster verschlingt die Materie, die es umgibt. Dabei werden hochenergetische Teilchen freigesetzt. Zu sehen ist der Ausstoß in Form zweier Materien-Ströme (Jets), die sich in entgegengesetzte Richtung vom schwarzen Loch aus fortbewegen.

Mittels der Radioteleskope kann mehr dieser Strahlung sichtbar gemacht werden. Das nun entstandene Radiobild hat eine Rekordschärfe und gibt den Wissenschaftlern Aufschluss über die ablaufenden thermischen Prozesse im Kern der Galaxie. Die Astronomen haben bei den Untersuchungen messen können, dass es sich beim Zentrum der Galaxie um den heißesten bisher bekannten Ort im Universum handelt. 

"In BL Lac blicken wir sozusagen in die heißeste bisher entdeckte kosmische Feuerstelle, in der Materie extrem effektiv in Energie umgesetzt wird. Es wären Temperaturen von weit mehr als einer Billion Grad erforderlich, wenn wir das hier auf der Erde nachmachen wollten", sagt der ebenfalls am Forschungsprojekt beteiligte Andrei Lobanov vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie.

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