Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Plausible Theorie Starben die Dinosaurier wegen der Dunklen Materie?

Die Dunkle Materie ist der Kitt, der das All zusammenhält. Laut US-Forschern könnte sie jedoch gefährliche Nebenwirkungen haben und für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich sein.

Die Natur der sogenannten Dunklen Materie gehört nach wie vor zu den großen offenen Fragen der Physik. Für die Existenz von Dunkler Materie sprechen eine Reihe von Indizien, und Kosmologen können sogar abschätzen, dass es im Universum rund fünf Mal mehr Dunkle als die uns vertraute "gewöhnliche" Materie gibt. Doch woraus sie besteht, haben die Forscher bislang noch nicht herausfinden können.

Dunkle Materie ist in Teleskopen nicht sichtbar, verrät sich aber durch die von ihr ausgehende Gravitationskraft. So lässt sich zum Beispiel aus der Beobachtung von Spiralgalaxien folgern, dass sie unsichtbare Materie enthalten müssen. Anderenfalls würden sie aufgrund ihrer Rotationsbewegung auseinander fliegen. Die Dunkle Materie übernimmt hier also gleichsam die Funktion eines Kitts, der die Sterne zusammenhält.

Warum die Harvard-Physikerin Lisa Randall für ihr im Juni 2016 erscheinendes Buch den Titel "Dunkle Materie und Dinosaurier" gewählt hat, dürfte sich vielen nicht auf den ersten Blick erschließen. Was haben die ausgestorbenen Riesenechsen mit der Dunklen Materie in den Weiten des Universums zu tun?

Grund für Aussterben der Dinosaurier

Lisa Randall hat gemeinsam mit ihrem Harvard-Kollegen Matthew Reece die These aufgestellt, dass Dunkle Materie für das Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahre verantwortlich gewesen sein soll. Ihre Argumentationskette dazu klingt durchaus plausibel.

Auch unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, wird durch Dunkle Materie zusammengehalten, wobei Forscher davon ausgehen, dass die Dichte der Dunklen Materie in der Rotationsebene der Galaxie besonders hoch ist. Weiterhin ist bekannt, dass die Sonne – und damit das ganze Sonnensystem – neben dem Umlauf um das Galaxienzentrum eine Schwingung ausführt, sodass sie sich mal oberhalb und mal unterhalb der Rotationsebene befindet. 

Alle 35 Millionen Jahre fliegt unser Sonnensystem durch diese Ebene hindurch – mal von oben und mal von unten kommend. Das alles ist gesichertes Wissen. Doch jetzt kommt Randalls These: Beim Durchfliegen einer Zone mit mehr Dunkler Materie könnte diese durch Gravitationskräfte auf unser Sonnensystem einwirken. 

Bombardement aus dem All

Auf Sonne und Planeten wären die Auswirkungen vernachlässigbar. Doch die vielen Gesteinsbrocken in der sogenannten Oortschen Wolke am Rande unseres Sonnensystems könnten möglicherweise von der Dunklen Materie einen kleinen Schubs erhalten, sodass sich ihre Bahn verändert und sie somit in das Innere des Systems vordringen können.

Und weil nach gängiger Theorie das Aussterben der Dinos ja durch den Einschlag eines großen Asteroiden ausgelöst worden sein soll, schließt sich an dieser Stelle Randalls Argumentation. Demnach wäre alle 35 Millionen Jahre mit einem besonders starken Bombardement aus dem All zu rechnen. Wenn das stimmt, dann wäre es in fünf Millionen Jahren mal wieder soweit. Bis dahin ist noch genug Zeit, die Theorie zu prüfen und zu überdenken. Bislang ist sie eher spekulativ.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()