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Herbe Enttäuschung für SpaceX Falcon-9-Countdown wieder abgebrochen

Die Aufgabe dieser Falcon-9-Rakete ist außerordentlich schwer. Sie soll einen 5,3-Tonnen-Satellit ins All befördern, den schwersten, den SpaceX je transportierte. Doch es scheitert am Treibstoff.

Bei der US-Raumfahrtfirma SpaceX gibt es bei einer ihrer technisch anspruchsvollsten Mission schon wieder Schwierigkeiten vor dem Abheben der Rakete. Binnen 24 Stunden musste ein Start jetzt in Cape Canaveral in Florida zum zweiten Mal verschoben werden.

Am Mittwoch wurde der Countdown gut eine halbe Stunde vor der Zündung angehalten. Am Donnerstagabend Ortszeit kam es nur 1:41 Minuten vor dem Abheben der Stopp. Hintergrund sind Betankungsprobleme mit flüssigem Sauerstoff. Er wird auf über minus 200 Grad Celsius kurz vor dem Gefrierpunkt extrem heruntergekühlt, um die Leistungsfähigkeit der neun Triebwerke der Startstufe zu erhöhen.

In der Branche gilt der geplante Start als "Mission im Grenzbereich". Eine leistungsgesteigerte Version der Falcon-9-Rakete soll nicht nur ihren bisher schwersten TV-Satelliten im All abliefern. Im vierten Anlauf soll endlich auch eine sanfte, senkrechte Landung der Recylingraketenstufe auf einer Meeresplattform gelingen.

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Doch diesmal sind die bahnphysikalischen Voraussetzungen für die Recyclingstufe alles andere als ideal. Vorsichtshalber dämpfte SpaceX bereits im Vorfeld die Erfolgserwartungen. Weil der 5,3 Tonnen schwere TV-Satellit SES-9 in eine sehr hohe Umlaufbahn befördert werden soll, benötigt die Rakete besonders viel Treibstoff. Damit blieb weniger für die Brems- und Steuermanöver beim Rückflug übrig. "Wir brauchen jeden Tropfen", sagte eine SpaceX-Sprecherin noch kurz vor dem für 18.47 Uhr Ortszeit geplanten Start.

Video: Rückschlag im Wettlauf um nachhaltige Raumfahrt

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SpaceX gelang bereits ein Meilenstein

Zu den Herausforderungen zählt, den superkalten Sauerstoff rechtzeitig und in der richtigen Temperatur unmittelbar vor dem Start in die Rakete zu pumpen. Dabei gibt es offensichtlich Probleme. Wann jetzt ein neuer Startversuch unternommen wird, ist offen. Er soll "in den nächsten Tagen erfolgen", erklärte ein Sprecher. Die Daten des Startabbruchs würden nun analysiert, teilte SpaceX mit. Die neue Raketenversion sei zwar leistungsfähiger, aber schwieriger zu betanken, heißt es in der Branche.

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Das Raumfahrtunternehmen des Multi-Unternehmers Elon Musk, der auch an der Spitze der Elektro-Sportwagenfirma Tesla steht, hat bereits Raumfahrtgeschichte geschrieben.

Im Dezember gelang die erste sanfte Landung einer hoch in den Weltraum geflogenen Recyclingraketenstufe zurück auf dem Land. Zudem gab es drei Versuche auf einer schwimmenden Meeresplattform, wobei die Raketenstufe jeweils den Zielpunkt traf, aber nie senkrecht stehen blieb. Dennoch gelten diese Manöver bereits als ingenieurtechnische Glanzleistung.

Die technischen Erfolge der erst vor gut zehn Jahren gegründeten Raumfahrtfirma von Elon Musk werden einhellig gelobt. Umstritten ist jedoch, ob sich sein Konzept einer Recyclingrakete wirtschaftlich tatsächlich rechnet. Elon Musk will das bisherige Konzept der Wegwerfraketen ablösen, womit die Raumfahrt billiger werden soll. Raketen sollten sich wie Flugzeuge immer wieder auftanken lassen und nach einer kleinen Inspektion neu starten.

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