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Prokrastination Junge Männer sind die schlimmsten Aufschieber

Was man heute nicht erledigen kann, kann man doch auf morgen verschieben. Oder auf übermorgen. Oder auf nächste Woche. Wer sich in diesem Verhalten erkennt, ist vermutlich jung, männlich und Single.

Die Hausarbeit für die Uni sollte wirklich fertig werden. Aber erst mal Facebook checken. Und was zum Essen besorgen. Noch eben das Spiel zu Ende schauen. Und selbst eine Runde laufen gehen. Die Küche müsste mal aufgeräumt werden. Dann könnte man noch mal auf Facebook schauen. Die Hausarbeit kann auch morgen fertig werden.

So in etwa läuft ab, was wissenschaftlich Prokrastination genannt wird. Das ewige Aufschieben wichtiger Angelegenheiten. Am besten darin – oder: die schlimmsten Aufschieber – sind junge Männer. Das hat eine Untersuchung der Universitätsmedizin Mainz ergeben.

Menschen, die Dinge gern vertagen, sind außerdem besonders häufig Singles, verfügen über ein vergleichsweise geringes Einkommen, gehen noch zur Schule, studieren oder sind arbeitslos. Bewerbung schreiben? Mach ich morgen.

Die Forscher haben 2527 Menschen gefragt, die jüngsten waren 14, die ältesten 95 Jahre alt. Die Erhebung ist nach Angaben der Forscher repräsentativ für die deutsche Bevölkerung. Die Probanden wurden zunächst persönlich befragt. Anschließend füllten die Probanden im Beisein des Interviewers einen Fragebogen aus – so ließ sich das immerhin nicht aufschieben.

Prokrastinieren lohnt sich zunächst einmal

Es ging um die Frage, wer am ehesten unliebsamen Pflichten ausweicht. Und um die psychische Gesundheit der Befragten. Gut fühlt es sich nicht an, Sachen vor sich herzuschieben. Auch diesen Eindruck aus dem Alltag haben die Forscher bestätigt. Die größten Aufschieber leiden häufiger unter Depressionen, Angstzuständen, Einsamkeit und Erschöpfung.

Die Prokrastination erfüllt für Menschen zunächst einmal einen Zweck: Man entgeht ja erst mal einer Tätigkeit, die negative Gefühle hervorruft. Versagensängste zum Beispiel. Wer die Hausarbeit nicht schreibt, muss sich nicht mit der Angst vor dem Scheitern befassen. Die schlechten Gefühle kann man durch das Verschieben der Arbeit leider aber auch nur Verschieben – und kleiner werden sie dabei nicht.

Die Forscher wollen die Daten der Untersuchung weiter auswerten und dabei als Nächstes herausfinden, wie sich der ständige Zugang zu Internet und sozialen Netzen auf den Drang zum Aufschieben auswirkt.

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