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Forscher sind sich sicher Diese Kollision wird ein galaktisches Spektakel

240 Kilometer pro Sekunde: Eine interstellare Gaswolke rast mit irrwitzigem Tempo auf unsere Heimatgalaxie zu. Kommt es zur Kollision, entstehen Millionen neue Sterne. Ein Problem gibt es allerdings.

Die Andromeda-Galaxie und die Milchstraße sind auf Kollisionskurs. In vier Milliarden Jahren wird es krachen. Bis dahin ist es noch sehr lange hin.

Doch schon sehr viel früher wird die sogenannte Smith-Wolke für ein galaktisches Spektakel sorgen. Dabei handelt es sich um eine interstellare Wolke aus Wasserstoffgas, die mit sehr hoher Geschwindigkeit auf unsere Galaxie zurast.

Feuerwerk von Sternengeburten

Nasa-Wissenschaftler haben berechnet, dass sie in rund 30 Millionen Jahren mit der Milchstraße kollidieren wird. Dann wird es ein Feuerwerk von Sternengeburten geben, sagen die Forscher voraus. Zwei Millionen neue Sterne werden dann in unserer Galaxie entstehen.

Die Smith-Wolke hat eine Masse von rund einer Million Sonnenmassen und ist derzeit ungefähr 8000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Sie bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 240 Kilometer pro Sekunde in Richtung Milchstraßenscheibe.

Die Smith-Wolke leuchtet nicht hell genug, als dass man sie mit bloßem Auge im Firmament sehen könnte. Das 11.000 Lichtjahre lange und 2300 Lichtjahre breite Himmelsobjekt ist allerdings riesig und würde uns 20 Mal so groß wie der Durchmesser des Vollmondes erscheinen.

Messungen des US-Weltraumteleskops "Hubble" legen jetzt nahe, dass die Smith-Wolke vor rund 70 Millionen Jahren aus unserer Galaxie herausgeschleudert wurde und jetzt wie ein Bumerang zurückkehrt.

Wolke war einst Teil der Milchstraße

Entdeckt wurde die Wolke bereits im Jahr 1963 von der Astronomin Gail Bieger (geborene Smith). Sie war damals Studentin der Astronomie an der Universität Leiden in den Niederlanden.

Lange Zeit hatten die Astronomen geglaubt, dass es sich bei der Smith-Wolke um eine sternlose Galaxie handelt, die aus dem Weltall kommt und sich rasant der Milchstraße nähert. In diesem Fall sollte die Wolke fast ausschließlich aus Wasserstoff und etwas Helium bestehen, aber keine schwereren Elemente enthalten, wie sie erst im Inneren von Sternen erbrütet werden.

Doch genau solche Elemente wurden jetzt spektroskopisch nachgewiesen. Insbesondere entdeckten die Nasa-Wissenschaftler in der Smith-Wolke eine hohe Konzentration von Schwefel, wie sie auch für den Randbereich der Milchstraße charakteristisch ist. Das lässt sich nur erklären, wenn die Wolke zuvor einmal ein Teil der Milchstraße gewesen ist.

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