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Katastrophe geht um die Welt Fukushima-Radioaktivität erreicht USA

Radioaktive Isotope, die vor drei Jahren bei der Fukushima-Katastrophe in den Pazifik gelangten, wurden nun in Kanada nachgewiesen. Im April werden sie auch die US-Küste erreichen.

Seit drei Jahren fließt radioaktiv verseuchtes Wasser aus der havarierten japanischen Atomkraft-Anlage Fukushima in den Pazifischen Ozean. Wie viel es genau ist, weiß niemand. Schätzungen zufolge waren es zeitweise rund 300 Tonnen pro Tag. Auch über die genauen Auswirkungen auf die Umwelt kann nur spekuliert werden. Etwas Ähnliches gab es in der Menschheitsgeschichte noch nicht.

Bei der Nuklear-Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 war es eine Explosion, die den Reaktor zerstörte. Das radioaktive Material wurde damals in die Luft geschleudert und ging als radioaktiver Regen auch über Europa nieder. In Fukushima liegen die Umstände anders. Dort waren es vier von insgesamt sechs Reaktorblöcken, die in Folge eines durch ein schweres Erdbeben ausgelösten Tsunamis havarierten. In den Blöcken eins bis drei kam es zu Kernschmelzen. Hinzu kommt die unmittelbare Nähe Fukushimas zum Pazifischen Ozean.

Während die radioaktive Verseuchung des Bodens und des Grundwassers in Tschernobyl lokal geblieben ist, streut die Fukushima-Radioaktivität über die Weltmeere global. Auswirkungen auf die kommerzielle Fischerei und damit auf die menschliche Nahrungskette sind eine logische Konsequenz. 

Radioaktivität hat Nordamerika erreicht

Nun haben Wissenschaftler deutliche Spuren der Fukushima-Radioaktivität vor der Küste Nordamerikas nachgewiesen, wie sie auf der "Ocean Sciences"-Konferenz berichteten. Dabei handelt es sich um die radioaktiven Isotope Cäsium-134 und Cäsium-137, die in den Gewässern vor der kanadischen Stadt Vancouver gemessen wurden, wie KQED meldet.

Zwar lag die Konzentration im für Trinkwasser erlaubten Bereich, dennoch ist das der Nachweis, dass radioaktive Isotope aus Fukushima ihren Weg um die Welt genommen haben. Bei der japanischen Reaktor-Katastrophe sind die nuklearen Isotope Cäsium-134, Cäsium-137 und Jod-131 freigesetzt worden.

Cäsium-134 als wichtiger Nachweis

Da Cäsium-137 eine Halbwertzeit von 30 Jahren hat und Cäsium-134 bereits nach zwei Jahren zerfällt, ist Cäsium-134 entscheidend für den Nachweis der Fukushima-Radioaktivität. Das gefundene Cäsium-137 könnte auch von älteren Atomversuchen stammen. 

Wissenschaftler rechnen damit, dass die radioaktiven Isotope aus Fukushima im April auch die Küste der USA erreichen werden, wie Prognose-Modelle vorhersagen. Bisherige Meldungen im Internet, wonach radioaktiv verseuchtes Wasser die Strände von Kalifornien bereits erreicht hat, wurden bisher von Experten und US-Gesundheitsbehörden dementiert.

 

Kontinuierliche Messungen an Ost- und Westküste

Messungen an vier Stränden in Kalifornien und Washington haben bisher keine radioaktiven Isotope aus Fukushima nachgewiesen, wie Wissenschaftler der Woods Hole Oceanographic Institution während der Konferenz der American Geophysical Union auf Hawaii berichteten.

In den nächsten zwei Monaten rechnen die Experten mit dem Nachweis der Fukushima-Radioaktivität. Dafür analysieren sie das Gewässer vor 16 Stränden der Bundesstaaten Kalifornien und Washington sowie an zwei hawaiianischen Küsten.

Die Wissenschaftler gehen dabei von nicht gesundheitsschädigenden Konzentrationen aus. Die vom US-Umweltministerium festgesetzten Grenzwerte für Trinkwasser sollen demnach nicht überschritten werden, wie der San Francisco Chronicle berichtet.

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